Schock für Fans

Let‘s Dance (RTL): Rassismus-Skandal um beliebten Finalist - „Sehr erniedrigend“

In den vergangenen Wochen und Monaten erregte der Kampf gegen Rassismus in den USA stetig neue Aufmerksamkeit. Dass Rassismus jedoch auch in Deutschland keine Seltenheit ist, zeigt nun die Geschichte eines „Let‘s Dance“-Stars.

  • Rassismus ist seit einigen Wochen eines der bestimmenden Themen in den Medien
  • Vor allem in den USA kam es jüngst zu Straßenschlachten und Ausschreitungen
  • Nun erzählt ein „Let‘s Dance“-Star, wie er aufgrund seiner Hautfarbe diskriminiert wurde

Köln - Es ist eines der bestimmenden Themen der vergangenen Wochen. Neben dem Corona-Virus sorgt vor allem in den USA auch der Kampf gegen Rassismus sowie die Bewegung „Black Lives Matter" für internationale Medienberichte sowie Schlagzeilen. Stars wie George Clooney (59), Kim Kardashian (39) und viele mehr kämpfen gegen die Diskriminierung von Schwarzen in den USA und auf der ganzen Welt. Singer-Songwriterin Billie Eilish (18) legte sich aufgrund dessen sogar kürzlich mit ihren Fans an (Alle Infos zu der Sängerin).

Demonstranten in Australien kämpfen unter dem Hashtag „BlackLivesMatter“ für Gleichberechtigung und das Ende der Polizeigewalt gegen Schwarze

Dass Rassismus jedoch nicht nur in den USA ein Problem ist, sondern auch in Deutschland, beweist nun die Geschichte eines „Let‘s Dance“-Stars (Alle Infos zu der TV-Show).

Das ist die Anti-Rassismus-Bewegung „Black Lives Matter“

Schon seit jeher wird sich international gegen Rassismus stark gemacht. Doch kaum eine Bewegung erlangte in dem Bemühen um Gleichberechtigung in den vergangenen Jahren derart Aufmerksamkeit wie „Black Lives Matter“. Das US-amerikanische Movement war kürzlich vor allem durch den Todesfall von George Floyd (†46) immer wieder in den Medien zu sehen. Nachdem der 46-jährige Afroamerikaner am 25. Mai 2020 während einer gewaltsamen Festnahme von Polizist Derek Chauvin getötet worden war, landete das Video, welches den Vorfall zeigt, im Netz - Und kurz darauf stand Amerika in Flammen.

Seitdem gehen die Menschen auf die Straße und kämpfen für Gleichberechtigung und das Ende der Polizeigewalt gegen Afroamerikaner. Doch nicht nur in Amerika gab es jüngst Proteste und Demonstrationen unter dem Hashtag #BlackLivesMatter, auch in den Städten Europas begehren die Menschen auf. So versammelten sich am 11. Juli weit über 1.000 Menschen an der Münchner Theresienwiese - und folgten damit zahlreichen anderen deutschen Städten.

Dieser „Let‘s Dance“-Star erzählt nun seine Geschichte

Dass es auch hierzulande Proteste gibt, das ist gut so. Denn Gleichberechtigung scheint selbst über 50 Jahre nach „I Have A Dream“ auch in Deutschland keine Selbstverständlichkeit zu sein. Das beweist nun die Geschichte von „Let‘s Dance“-Star Tijan Nije (28). Der beliebte RTL-Finalist schockierte seinen Fans und Follower kürzlich via Instagram mit dem Bericht eines Rassismus-Skandals.

NameTijan Karim Nije
Geboren18. Dezember 1991 (Alter 28 Jahre), Herford
Größe1,78 m
Ausbildungfilm acting school cologne (2013–2015), Königin-Mathilde-Gymnasium (2012)

Ursprünglich wollte der 28-Jährige am Wochenende vom 24. auf den 26. Juli gemeinsam mit Freunden einen entspannten Abend in einer Kölner Bar verbringen. Doch daraus wurde nichts. Denn gleich beim Eintritt sei der Ex-“Let‘s Dance“-Kandidat mit den Worten „Hey, was willst du hier?“ konfrontiert worden. „Ich war natürlich perplex von der Situation und habe nur gesagt, dass ich hier mit meinen Jungs bin und wir ein bisschen quatschen wollen. Dann sagt er so: ‚Nein, nein, weg mit dir, weg‘“, erzählte Tijan Nije in einem neunminütigen Video auf Instagram.

Er verrät, dass es ihm so vorkam, als habe der Eigentümer eine „Spinne oder Ungeziefer irgendwie weghaben wollen“ und erklärt: „Es war sehr erniedrigend.“ Als ein Freund Tijan Nijes den Barbesitzer aufgrund seines rassistischen Verhaltens schließlich zur Rede stellte, soll dieser gesagt haben: „Ja, dann ist das eben so.“

Das sagen die Fans des „Let‘s Dance“-Stars

Die Fans und Follower des Ex-“Let‘s Dance“-Finalisten (Das sind die bisherigen Gewinner der Tanzshow) reagieren fassungslos auf die Geschichte und sprechen Tijan Nije Mut zu. „Wegen genau solchen Aktionen, fragt man sich, ob die Menschen aus der Vergangenheit nicht lernen“, „Unfassbar, wie stark du damit umgehst!“ und „Es ist so traurig, dass man darüber heutzutage noch diskutieren muss“, schreiben die Instagram-User unter den Post des 28-Jährigen. Auch „Let‘s Dance“-Jurorin Motsi Mabuse äußert sich zu der Ungerechtigkeit und stellt klar: „Auch die Menschen, von denen man es am wenigsten erwartet, können Rassisten sein.“

Tijan Nije nahm 2020 an der 13. Staffel „Let‘s Dance“ teil

Und ein Nutzer spricht letztendlich das aus, was sich wohl viele denken: „Es ist ein Armutszeugnis für die Menschheit, dass es im Jahr 2020 noch solch ein großes Rassismusproblem in unserer Welt gibt... Ich hoffe, die Zukunft sieht toleranter aus.

Lesen Sie mehr zu „Let's Dance" bei extratipp.com: Ist das das endgültige „Let‘s Dance“-Aus für Profitänzerin Ekaterina Leonova? Auf Instagram postet der RTL-Star einen Hinweis, der Fans zum Rätseln bringt.

Helena Zacher, Redakteurin bei extratipp.com

Helena Zacher, Redakteurin bei extratipp.com, schreibt über Themen aus den Bereichen TV, Stars, Schlager und die Welt der Musik. Egal ob GNTM, Let’s Dance, Promis unter Palmen, die Lombardis oder Billie Eilish – Helena Zacher kennt und liebt die Welt der Unterhaltung. Mehr Infos zur Redaktion und dem Team von extratipp.com gibt es hier.

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