„Ich bin vollkommen unschuldig!“

„Ich werde die sowas von anzeigen“: Helena Fürst erhebt nach Psychiatrie-Aufenthalt schwere Vorwürfe

Die Fernsehberühmtheit Helena Fürst steht vor einem Rettungswagen, daneben ein Screenshot der ‚Anwältin der Armen‘ (Fotomontage)
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Helena Fürst ist frei - und wirft in einem Video mit Vorwürfen nur so um sich (Fotomontage)
  • Jonas Erbas
    VonJonas Erbas
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Nachdem Helena Fürst vor zwei Wochen Schlagzeilen machte, weil sie sich gegen ihren Willen in ärztliche Obhut begeben musste, durfte die ‚Anwältin der Armen‘ am Freitagmorgen die Psychiatrie verlassen. Nun erhebt die 47-Jährige schwere Vorwürfe gegen diejenigen, denen sie ihren Klinikaufenthalt zu verdanken hat.

Frankfurt am Main - Wehe dem, der sich mit der Fürstin anlegt: Dass Helena Fürst (47) kein Blatt vor den Mund nimmt, bewies die ‚Anwältin der Armen‘ bereits eindrucksvoll bei RTL, wo sie unter anderem das „Dschungelcamp“ und das „Sommerhaus der Stars“ aufmischte. Vor zwei Wochen geriet die 47-Jährige in die Schlagzeilen, als sie gegen ihren Willen in die Psychiatrie eingewiesen wurde. Ihrem Klinikaufenthalt war allem Anschein nach ein heftiger Nachbarschaftsstreit vorausgegangen. Am Freitagmorgen (9. Juni 2021) kam die Fernsehberühmtheit wieder auf freien Fuß - und nutzte die Chance, um ausführlich auszupacken. In einem Facebook-Video erhebt sie schwere Vorwürfe - auch gegen die Polizei!

„Ich werde die alle öffentlich kaputtmachen, dass die nie wieder normal leben können“, wetterte Helene Fürst in einem Facebook-Video gegen diejenigen, denen sie ihren unfreiwilligen Psychiatrie-Aufenthalt zu verdanken hat

Helena Fürst: Heftige Vorwürfe nach Psychiatrie-Aufenthalt - „Ich wurde geschlagen und misshandelt“

Freiheit für die Fürstin! Dass sie die Psychiatrie, welche sie RTL gegenüber als „Dreck-Trakt“ und „völlig verseucht und verdreckt“ beschreibt, endlich verlassen durfte, feierte Helena Fürst standesgemäß mit einer qualmenden Zigarette in der Hand. Die hatte sie auch dringend nötig. Nikotin beruhigt ja bekanntlich - zumindest Raucher! „Ich habe mich selbst hier rausgekämpft“, erklärte sie dem Kölner Privatsender nach ihrer Entlassung.

Die ‚Anwältin der Armen‘ ließ ihren Emotionen freien Lauf: „Mein Herz pumpt auf 5000. Ich bin endlich frei, ich hab‘s geschafft. Ich fang jetzt an zu heulen.“ In der Klinik sei es „schlimmer als in einem Gefängnis“ zugegangen. Die Behauptungen der Ex von TV-Macho Ennesto Monté (47) wiegen schwer: „Ich wurde mehrfach geschlagen und misshandelt, ans Bett fixiert und mir wurden zwanghaft Medikamente verabreicht.“ Das Dilemma nahm allerdings schon zuvor seinen Lauf, wie Helena Fürst in einem emotionalen Facebook-Video offenlegt. Bereits die Umstände ihrer Einlieferung scheinen zweifelhaft gewesen zu sein, zumindest wenn man ihren Worten Glauben schenkt.

In der offiziellen Version der Polizei ist von einem Nachbarschaftsstreit die Rede. Helena Fürst soll sich im Keller eines Frankfurter Mehrfamilienhauses an einem Stromkasten zu schaffen gemacht und dabei gleich mehrere Kabel durchtrennt haben. Die Sicherheitskräfte vor Ort nahmen sich ihrer an. Da die Fürstin einen „psychisch verwirrten“ Eindruck machte, wurde sie zu ihrem eigenen Schutz in die Psychiatrie gebracht. Die Schilderungen der ‚Anwältin der Armen‘ klingen da ein wenig anders: Sie habe den Stromkasten mitsamt beschädigter Leitungen bereits so vorgefunden. Zwei Nachbarn hätten sich allerdings gegen sie verschworen, ihr die Tat vorgeworfen und schließlich die Polizei gerufen: „Die haben (...) erzählt, ich hätte irgendwas von Satan gefaselt, was gar nicht stimmt.“

Die Beamten seien mit ihr nicht gerade zimperlich umgegangen, so der Vorwurf von Helena Fürst an die Polizei. „Ich habe Polizeigewalt erfahren“, behauptet sie in ihrem Statement. Für die 47-Jährige ging es mit auf die Wache, wo man sie in eine Arrestzelle steckte. „So, Sie gehen jetzt in die Psychiatrie“, habe man ihr dort wenig später mitgeteilt. „Ich bin nicht verrückt“, erklärt die ehemalige „Dschungelcamp“-Teilnehmerin - und wird denjenigen gegenüber, denen sie ihre Einweisung zu verdanken hat, nur wenig später sehr deutlich: „Ich werde die sowas von anzeigen alle“, wettert die ‚Anwältin der Armen‘ und verspricht: „Ich werde die alle öffentlich kaputtmachen, dass die nie wieder normal leben können.“ Sie sei der „Endgegner“, droht sie abschließend.

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Helena Fürst: Wer sagt die Wahrheit? Psychiatrie gibt allgemeine Stellungnahme ab

Nach Helena Fürsts Hilferuf hakte RTL genauer nach und erhielt von der Klinik eine recht allgemein gehaltene Stellungnahme: „Unabhängig von einem konkreten Patientenfall können wir Ihnen Folgendes mitteilen: Wenn Patienten ohne Einwilligung zur psychiatrischen Behandlung eingewiesen werden, erfolgt das in aller Regel durch den behandelnden Notarzt und die hinzugezogene Polizei. Die Entscheidung über eine Unterbringung gegen den Willen des Patienten erfolgt gemäß Psych-KHG (Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetz) durch einen diensthabenden Richter.“ Auf Helena Fürsts Vorwurf, sie sei während ihres Psychiatrie-Aufenthalts „misshandelt“ worden, ging man nicht näher ein.

Was sich vor rund zwei Wochen in dem Keller des Frankfurter Wohnhauses tatsächlich abgespielt hat, wissen nur die Beteiligten. Helena Fürst ist nach ihrer Entlassung direkt in die Offensive gegangen, will sich gegen das Unrecht, welches sie ihrer Meinung nach erfahren hat, vorgehen. Ob im großen Verwirrspiel um die ‚Anwältin der Armen‘ bald Licht ins Dunkel gebracht wird, bleibt zu hoffen. Bis dahin ist allen Beteiligten zu wünschen, dass der Fall glimpflich ausgeht.

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