Die Wirtschaftsmetropole Hamburg

Hamburg: Wissenswerte Informationen über die Stadt im Überblick

Hamburg: Ein Containerschiff liegt am Terminal Burchardkai.
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Hamburg hat den größten Seehafen Deutschlands.

Hamburg ist seit Jahrhunderten eine Wirtschafts- und Handelsmetropole. Der Hafen machte die Hansestadt zu einer der wohlhabendsten Städte Europas.

  • Hamburg ist mit rund 1,8 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Deutschlands.
  • Die Hansestadt besitzt den größten Seehafen Deutschlands und gilt als bedeutender Wirtschaftsstandort.
  • Sie ist einer der größten Knotenpunkte für den Straßen- und Schienenverkehr Nordeuropas.

Die schönste Stadt der Welt“ – so angeberisch bezeichnen die ansonsten als eher bescheiden geltenden Hamburger ihre Heimatstadt. Ob die Aussage stimmt, muss jeder Besucher der Hansestadt selbst beurteilen. Fakt ist, dass Hamburg nach Berlin die zweitgrößte Metropole der Bundesrepublik ist und gemeinsam mit der Hauptstadt und München zu den international bekanntesten Städten Deutschlands gehört.

Hamburg dient als wichtigster Verkehrsknotenpunkt Europas: Hier liegen der größten Seehafen und der meist frequentierte Bahnhof Deutschlands. Außerdem ist die Stadt der wichtigste Eisenbahnknotenpunkt Nordeuropas. Als Standort zahlreicher Großbetriebe gilt Hamburg zudem als außerordentlich bedeutsame Wirtschaftsmetropole. Zugleich ist die inzwischen wieder stark wachsende Hansestadt die Geburtsstadt bekannter Persönlichkeiten.

Hamburgs ältere Stadtgeschichte im Überblick

Die ältesten festen Behausungen im heutigen Stadtgebiet von Hamburg gehen auf das 4. Jahrhundert vor Christus zurück. Im 8. Jahrhundert entstand mit der Hammaburg das für die Stadt namensgebende Bauwerk. Karl der Große ließ hier eine Taufkirche errichten, um den heidnischen Norden seines Reiches zu missionieren. Das später hier von Ludwig dem Frommen begründete Bistum verlegte nach mehreren Überfällen seinen Sitz nach Bremen.

Im Jahre 1189 ereignete sich das für Hamburgs Geschichte wahrscheinlich entscheidendste Ereignis: Kaiser Friedrich I. Barbarossa verlieh der Siedlung an der Elbe das Hafenrecht und die Handelsprivilegien für die gesamte Unterelbe. Damit war der Grundstein für die Entwicklung zu einem florierenden Handelszentrum gelegt. Im 14. Jahrhundert stieg die Stadt als eines der ersten Mitglieder des Kaufmannsbundes der Hanse zum wichtigsten Güterumschlagsplatz zwischen Nord- und Ostsee auf. Ab 1510 war Hamburg Reichstadt. Im Jahre 1558 eröffnete vor Ort die erste Börse Deutschlands.

Hamburgs jüngere Stadtgeschichte im Überblick

Im Gegensatz zu vielen anderen Städten Deutschlands wurde der Stadtstaat Hamburg zur Reformationszeit ohne Blutvergießen protestantisiert. Auch von den verheerenden Auswirkungen des Dreißigjährigen Krieges blieb Hamburg verschont und konnte dieses Glück zu seinem Vorteil nutzen, um seine Vormachtstellung im Handel weiter zu festigen. Im 17. und 18. Jahrhundert erlebte die Stadt eine kulturelle Blüte.

In ihrer wechselvollen Geschichte unterstand die Hansestadt dem dänischen Königshaus, war Teil des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation und Hauptstadt eines Départements im französischen Kaiserreich. Im Jahre 1815 trat Hamburg schließlich als Freie Stadt dem Deutschen Bund bei. 1871 wurde die Stadt zum Gliedstaat des neu gegründeten Deutschen Reiches.

Im 19. und 20. Jahrhundert war die Stadt Schauplatz tragischer Ereignisse: Beim Großen Brand 1842 wurden weite Teile der Hamburger Altstadt zerstört. 1892 brach die letzte große Cholera-Epidemie Deutschlands in der Stadt aus. Und im Jahr 1943 wurde Hamburg bei einigen der größten Flächenbombardements während des Zweiten Weltkriegs weitgehend zerstört. Durch viele Sanierungs- und Neubauprojekte hat sich Hamburg jedoch wieder zu einer der schönsten Städte Deutschlands entwickelt.

Hamburgs schwankende Bevölkerungsentwicklung

Mit einer Einwohnerzahl von rund 1,8 Millionen ist Hamburg heute nach Berlin die zweitgrößte Stadt Deutschlands. Über viele Jahrhunderte hinweg zählte die Freie und Hansestadt auf dem Staatsgebiet des heutigen Deutschlands allerdings nicht zu den größten Städten. Erst Ende des 18. Jahrhunderts überschritt die Stadt die Marke von 100.000 Einwohnern. Zur Zeit der französischen Besatzung zu Beginn des 19. Jahrhunderts sank die Bevölkerungszahl um die Hälfte. Im Jahre 1814 lebten nur noch etwa 50.000 Menschen in Hamburg.

Mit der Mitte des 19. Jahrhunderts einsetzenden Industrialisierung beschleunigte sich das Bevölkerungswachstum in der Hafen- und Industriestadt jedoch stark. Während das Hamburger Zentrum des 19. Jahrhunderts etwa 150.000 Einwohner zählte, wuchs die Einwohnerzahl bis zum Jahr 1900 auf über 700.000 an. 1912 wurde Hamburg erstmals zur Millionenmetropole. Mit der Eingemeindung von fast 50 umliegenden Gemeinden erhöhte sich die Einwohnerzahl der Hansestadt im Jahr 1937 schlagartig um mehr als eine halbe Million. Während des Zweiten Weltkriegs sank die Bevölkerungszahl durch Evakuierungen und Bombentote, erholte sich nach dem Krieg jedoch sehr rasch wieder.

Hamburg: Stadtentwicklung im Laufe der Zeit

Hamburg gehört zu den Städten Deutschlands und Europas mit der schnellsten Entwicklung. Vor allem das Stadtentwicklungsprojekt HafenCity erregte internationale Aufmerksamkeit. Schließlich handelt es sich dabei um das größte innerstädtische Entwicklungsprojekt in Europa. Auf einer Fläche von rund 160 Hektar nicht mehr genutzter Hafenareale entsteht seit mehreren Jahren ein neuer Stadtteil mit zahlreichen Wohn- und Gewerbebauten, Geschäften sowie Kultur- und Freizeiteinrichtungen. Leuchtturmprojekt der HafenCity war die Errichtung der Elbphilharmonie. Hamburgs neues Konzerthaus zählt weltweit nicht nur zu den modernsten und besten seiner Art, sondern hat sich aufgrund seiner außergewöhnlichen Architektur auch zum neuen Wahrzeichen der Hansestadt entwickelt. Bei Google Maps lässt sich der Standort auch aus der Luft betrachten.

Da Hamburg eine stark wachsende Stadt ist, zeichnet sie sich auch durch eine rege Bautätigkeit aus. Zahlreiche neue Baugroßprojekte verändern jedes Jahr das Gesicht der Hansestadt. Eines der größten Verkehrsprojekte ist die Deckelung der quer durch die Stadt verlaufenden Autobahn 7. Weite Teile der wichtigsten Nord-Süd-Verkehrsachse Deutschlands sollen in Zukunft unter der Erde verlaufen.

Hamburgs bedeutendsten Industrieunternehmen

Hamburg ist seit jeher einer der bedeutendsten Industriestandorte Deutschlands. Mit dem Airbus-Werk ist die Stadt der zweitgrößte Flugzeugbau-Standort in Europa. Durch die Ansässigkeit von Airbus haben sich in und um Hamburg zahlreiche Zulieferbetriebe der Luftfahrtindustrie angesiedelt. In Deutschlands größtem Seehafen haben mit Blohm & Voss und J. J. Sietas auch heute noch zwei größere Werften ihren Standort. Im Bereich der Rohstoffverarbeitung ist die Aurubis AG als Europas größte Kupferhütte ein wichtiger Industriebetrieb im Hafen.

Ein bedeutendes Unternehmen der Stadt ist zudem die Beiersdorf AG. Der Konsumgüterhersteller, der unter anderem bekannte Haushaltsmarken wie Nivea und Tesa produziert, ist Hamburgs einziger DAX-Konzern. Ein ebenso wichtiger Arbeitgeber in der Hansestadt ist der niederländische Philips-Konzern, dessen Deutschland-Zentrale hier ansässig ist. Zudem produziert Philips in Hamburg Medizingeräte und Halbleiter.

Ein weiteres Großunternehmen ist die Körber AG, eines der führenden Maschinenbauunternehmen Deutschlands. Darüber hinaus sind die beiden Hamburger Unternehmen Jungheinrich und Still Weltmarktführer im Bereich der Flur-Förderfahrzeuge. Und nicht zuletzt ist auch der ansässige Klavier- und Flügelhersteller Steinway & Sons weltberühmt.

Hamburg: Berühmte Einwohner im Überblick

Hamburg ist die Geburtsstadt vieler deutschlandweit und international bekannter Persönlichkeiten aus den Bereichen Politik, Kunst und Kultur, Wissenschaft und Sport. Die Persönlichkeit, die wahrscheinlich am stärksten mit der Hansestadt in Verbindung gebracht wird, ist der 1891 in Hamburg geborene Hans Albers (* 22. September 1891, ✝ 24. Juli 1960), der in den 1930er- und 1940er-Jahren zu einem beliebten Sänger und Schauspieler avancierte.

Der berühmteste Hamburger Künstler war der 1833 in der Hansestadt geborene Komponist Johannes Brahms (* 7. Mai 1833, ✝ 3. April 1897). Er prägte als Pianist und Dirigent die Epoche der Romantik. Der größte aus Hamburg stammende Wissenschaftler ist zweifellos Heinrich Hertz (* 22. Februar 1857, ✝ 1. Januar 1894). Der Entdecker der elektromagnetischen Wellen erblickte im Jahre 1857 in der Hansestadt das Licht der Welt.

Hamburg ist auch der Herkunftsort bedeutender Bundeskanzler. Sowohl Helmut Schmidt (* 23. Dezember 1918, ✝ 10. November 2015) als auch Angela Merkel kamen hier zur Welt. Sogar Deutschland bekanntester Modeschöpfer ist ein Sohn der Freien und Hansestadt Hamburg. 1933 wurde Karl Lagerfeld (* 10. September 1933, ✝ 19. Februar 2019), internationale Modeikone und Starfotograf, in Hamburg geboren. Und nicht zuletzt ist auch eine der größten deutschen Fußballlegenden ein Sohn Hamburgs: Uwe Seeler.

Hamburg: Verkehrsanbindung der Hansestadt

Die Hansestadt Hamburg ist einer der zentralen Verkehrsknotenpunkte Deutschlands. Sie gilt als größter Eisenbahn-Knotenpunkt Nordeuropas. Der Hamburger Hauptbahnhof ist der am stärksten frequentierte Bahnhof Deutschlands. Im Süden Hamburgs liegt zudem der größte Rangierbahnhof Europas. Mehrere ICE- und IC-Linien verbinden Hamburg mit allen wichtigen Städten Deutschlands. Außerdem hat die Stadt Schienenverbindungen nach Dänemark, Österreich, Polen, Tschechien und in die Schweiz.

Ebenso ist Hamburg der wichtigste Straßenverkehrsknotenpunkt im Norden der Bundesrepublik. Die Stadt ist an insgesamt sechs Autobahnen angebunden. Hauptverkehrsachsen sind:

  • die A1, die Hamburg mit Lübeck, Bremen und dem Ruhrgebiet verbindet
  • die A7, die von Hamburg nach Flensburg im Norden und über Hannover nach Süden führt
  • die A24, die die Verbindung von Hamburg und Berlin darstellt

Der Flughafen von Hamburg ist gemessen an der Einwohnerzahl der Stadt und ihres Umlandes verhältnismäßig klein. Der Hamburg Airport bietet zwar eine Vielzahl innereuropäischer Flüge, jedoch nur sehr wenige internationale Verbindungen an.

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