Ihre Eltern durften sich nicht von ihrem Bruder verabschieden

GZSZ (RTL): Jeanette Biedermann enthüllt trauriges Familien-Drama

Jeanette Biedermann wirkt nach außen hin super taff - doch auch bei ihr ist nicht immer alles so rosig, wie es scheint. Immer wieder plagen sie Selbstzweifel. Außerdem habe ihre Familie ein Drama erlebt, das direkt unter die Haut geht.

Düsseldorf - Fünf Jahre lang stand Jeanette Biedermann (40) für die Daily-Soap „GZSZ“ als Marie Balzer vor der Kamera. Im Jahr 2003 entschied sie sich ganz zum Entsetzen vieler Zuschauer, die Serie zu verlassen, um ihre Musik-Karriere weiter voranzubringen - mit Erfolg. Sie räumte nicht nur zahlreiche Preise ab, sondern machte sich auch in der Theater-Branche einen Namen. Über ihr Privatleben hält sie sich hingegen lieber bedeckt - bis vor kurzem. In der ZDF-Show „Volle Kanne“ enthüllte sie am 25. September nun ein trauriges Familien-Drama.

Jeanette Biedermann will einfach sie selbst sein. Foto: Christoph Soeder/dpa

„GZSZ“-Star Jeanette Biedermann enthüllt Familien-Drama

Nach außen hin wirkt die ehemalige „GZSZ“-Darstellerin Jeanette Biedermann super taff und durchgehend glücklich - doch auch sie hat immer wieder mit Selbstzweifeln zu kämpfen und schon einige Dramen erlebt. Das gab sie nun in der ZDF-Sendung bekannt. Besonders die Geschichte über das Erlebnis, welches ihre Familie durchmachen musste, geht dabei extrem unter die Haut. Die 40-Jährige habe einen Bruder, namens Dennis gehabt, der allerdings wenige Tage nach seiner Geburt für Tod erklärt worden sei. Ihre Eltern durften sich dabei jedoch nicht von ihrem Sohn verabschieden - was heute unvorstellbar klingt, schien damals schlichtweg als normal betrachtet worden zu sein.

In der ZDF-Sendung „Volle Kanne“ enthüllte Jeanette Biedermann kürzlich ein Familien-Drama.

Im Gespräch mit Moderatorin Nadine Krüger erzählt Jeanette Biedermann über den schrecklichen Verlust, den ihre Eltern damals verkraften musste. Ihr Bruder sei als Frühchen auf die Welt gekommen und hätte sich durchkämpfen wollen - doch dann kam die Nachricht, die alles veränderte. „Es war so, dass er im Krankenhaus im Brutkasten war. Er war auf einem super Weg. Es war also schon im Prinzip so, dass er hätte bald auch entlassen werden können. Dann haben sie meine Eltern angerufen und haben gesagt: ‚Ihr Sohn ist leider verstorben. Sie dürfen ihn auch nicht mehr sehen und Sie dürfen ihn auch nicht beerdigen. Sie sind ja noch jung genug, machen Sie einfach ein neues Kind. Und meine Eltern haben im Prinzip ihr Kind nie wieder gesehen und wissen nicht, was damit passiert ist“, schildert der ehemalige „GZSZ“-Star.

Jeanette Biedermann möchte offen sein

Dieses Familiendrama klingt unvorstellbar und berührte tausende Zuschauer vor den Fernsehern. Dennoch ist dieses Schicksal kein Einzelfall. Aus der Zeit der DDR lassen sich solche Dramen des Öfteren finden. Damals wurden Kinder von systemkritischen Eltern noch während ihres Aufenthalts und ohne Wissen der Eltern, an systemtreue Familien gegeben. Genau deshalb entschied sich Jeanette Biedermann nun mit ihrer Geschichte an die Öffentlichkeit zu gehen.

Es gibt ja viele Leute, denen es ähnlich geht. Und ich finde immer, solche Sachen anzusprechen, ist auch für Leute wichtig, denen es auch so geht, weil das auch anderen Mut macht, denen das passiert“, so die 40-Jährige.

Rubriklistenbild: © Christoph Soeder/dpa

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare