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Google: Alle Informationen über das Unternehmen

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Larry Page (r) und Sergey Brin (l) entwickelten gemeinsam den Vorgänger zum heutigen Google
Google wurde von Larry Page und Sergey Brin unter dem Namen BackRub gegründet und wurde 1998 zur Google Inc. © picture alliance / dpa / Boris Roessler

Google stellt den Nutzern zahlreiche Dienstleistungen online zur Verfügung. Von der Suchmaschine bis hin zum virtuellen Klassenzimmer ist alles möglich.

Google stellt seinen Nutzern zahlreiche Dienstleistungen im World Wide Web zur Verfügung. Diese haben die Möglichkeit, nach Daten in verschiedenen Formen zu suchen und damit zu arbeiten. Das Unternehmen verfügt über eine Vielzahl von eigens entwickelten Einzeldiensten, nimmt teilweise aber auch durch Unternehmenskäufe Entwicklungen anderer mit in sein Repertoire auf.

Als der wohl bekannteste und meistgenutzte Dienst von Google gilt die Online-Suchmaschine. Das Unternehmen ist der Marktführer in diesem Bereich und die dazugehörige Website ist die am häufigsten besuchte der Welt. Jährlich stellen die Nutzer über zwei Billionen Suchanfragen. Trotz der Konkurrenz anderer Suchmaschinen hat Google einen Marktanteil von über 90 Prozent inne. Weitere Dienste, die das Unternehmen anbietet, sind unter anderem:

Das Unternehmen Google wurde 1998 von Larry Page und Sergey Brin gegründet. Beide lernten sich drei Jahre zuvor an der renommierten Stanford University kennen.

Die Geschichte von Google beginnt mit einem Schreibfehler in der Garage

Gemeinsam entwickelten die beiden Gründer eine Suchmaschine namens BackRub, den Vorläufer von Google. Den Namen leiteten sie von den Backlinks ab, die für die Bestimmung der Wertigkeit einer Website herangezogen werden. Später kam die Idee, die Bezeichnung Google zu verwenden. Es handelt sich dabei um eine Ableitung des Wortes „Googol“, das die Zahl eins mit einhundert Nullen beschreibt. In Larry Pages Augen war das der optimale Name, um aufzuzeigen, wie umfangreich die Inhalte des Internets sind, die sich mit der Suchmaschine erkunden lassen. Sein damaliger Kommilitone Sean Anderson gab aber versehentlich „google.com“ bei der Online-Suche ein und bemerkte, dass diese Domain noch verfügbar war. Kurzerhand entschied sich Page, diesen Namen zu verwenden.

1998 hielten Page und Brin eine zehnminütige Präsentation und stellten dem deutschen Informatiker und Unternehmer Andreas von Bechtolsheim ihre Idee vor. Dieser sah darin großes Potential und stellte den Entwicklern 1998 einen Scheck in Höhe von 100.000 US-Dollar aus. 2006 kaufte Larry Page das Haus in San Francisco, dessen Garage er und Sergey Brin 1998 gemietet hatten, um an Google zu arbeiten.

Google auf dem Weg an die Spitze

Eigenen Angaben zufolge trug der Investor absichtlich Google Inc. als Empfänger ein, obwohl die Firma zu diesem Zeitpunkt noch nicht offiziell gegründet worden war. Damit wollte er Larry Page und Sergey Brin motivieren. Um den Scheck einlösen zu können, ließen beide die Firma am 4. September 1998 unter dem Namen Google registrieren. Es folgte die erste Testversion und ein paar Monate später verzeichnete die Suchmaschine rund 500.000 Anfragen. Google hatte den Vorteil, dass die Website im Vergleich zu anderen Suchmaschinen recht einfach aufgebaut war. Bei den damals noch sehr langsamen Internet-Verbindungen wurden die Ergebnisse deutlich schneller geladen, was dem Unternehmen einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz verschaffte.

2004 ging das Unternehmen mit Sitz im kalifornischen Mountain View an die Börse. Mit einem Ausgabepreis von 80 bis 85 US-Dollar ging die Aktie von Google am 19. August des Jahres in den Handel. Schon am ersten Tag stieg der Kurs auf 100 US-Dollar und die Gründer, die jeweils Halter von über 35 Millionen Aktien waren, wurden Multimilliardäre.

Google und seine automatischen Übersetzungen

Schon ein Jahr später zog das Unternehmen wirtschaftlich an großen Konzernen wie Time Warner oder Coca Cola vorbei und Larry Page und Sergey Brin gehörten fortan zu den 20 reichsten Personen der USA. Aufgrund einer Umstrukturierung gehört Google seit 2015 zur Alphabet Inc., einer Holding-Dachgesellschaft unter der Leitung der Google-Gründer.

Seit 2006 können die Nutzer von Google den Google Übersetzer nutzen. Er übersetzt einzelne Wörter, Texte oder ganze Websites maschinell in die gewünschte Sprache. Auch fotografierte Textstücke erfasst das Tool und übersetzt sie. Anfänglich standen nur Englisch und Arabisch zur Verfügung, mittlerweile sind Übersetzungen in 103 Sprachen möglich.

Immer wieder wurden Stimmen laut, die die Qualität der Übersetzungen kritisierten, worauf Google 2014 mit der Übersetzer-Community reagierte. Dabei handelt es sich um eine Crowdsurfing-Plattform, auf der die Nutzer bereits vorhandene Übersetzungen korrigieren oder neue Vorschläge unterbreiten können. Innerhalb von zwei Jahren sandten 3,5 Millionen Nutzer bereits 90 Millionen Verbesserungen ein.

Google Maps: Routen berechnen lassen und navigieren mit dem Online-Kartendienst

Mit Google Maps rief das Unternehmen von Larry Page 2005 einen Online-Kartendienst ins Leben. Dieser startete zunächst als Desktopversion in den USA. Im Jahr darauf folgten deutsche Karten und Pläne und der Routenplaner von Google konnte seitdem auch hierzulande genutzt werden. Google Maps ist unter anderem mit einer Navigationsfunktion ausgestattet. Der Nutzer kann also nicht nur auf Karten zugreifen und sich seinen eigenen Standort anzeigen lassen, sondern sich auch an bestimmte Orte führen lassen. Dazu berechnet der Kartendienst verschiedene Routen für Autofahrer, Radfahrer, Fußgänger und Personen, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind.

Google Maps stellt seinen Nutzern zudem Verkehrsdaten in Echtzeit zur Verfügung. So sind sie stets darüber informiert, wo gerade Straßensperrungen sind oder wo es aufgrund eines erhöhten Verkehrsaufkommens oder wegen Unfällen zu Verzögerungen kommt. Die Informationen erhält Google Maps wiederum von anderen Nutzern, also mittels Crowdsourcing. Seit 2007 steht außerdem Google Street View, ein Zusatzdienst von Google Maps zur Verfügung. Dieser beinhaltet 360-Grad-Panoramabildmaterial aus Straßenperspektive. In Deutschland sind aus Datenschutzgründen allerdings vorrangig Materialien aus Großstädten verfügbar. Zudem wurden sämtliche Daten, die Persönliches der Anwohner zeigen, zensiert.

Mit Google Classroom online im Unterricht

Google Classroom wendet sich an Lehrer. 2014 wurde es im Rahmen des Google Dienstes Google Education ins Leben gerufen. Als eine Art Online Klassenzimmer ermöglicht die Plattform von Larry Page, den Schulalltag auch virtuell aufrechtzuerhalten. Lehrer können ihren Schülern online Aufgaben zur Verfügung stellen, die diese dann direkt am Computer bearbeiten und hochladen.

Auch die Eltern werden in das Unterrichtsgeschehen mit einbezogen und auf Wunsch täglich oder wöchentlich über die Unterrichtsaktivität des Kindes in Kenntnis gesetzt. Das ist allerdings nur möglich, wenn die entsprechenden Lehrer das Versenden von E-Mails anbieten. Diese zusammenfassenden elektronischen Nachrichten lösen den konventionellen Austausch zwischen den Eltern und einem einzelnen Lehrer ab. Die Erziehungsberechtigten erhalten die Informationen sämtlicher Lehrer dank Google gebündelt in einer E-Mail.

Google Classroom bietet seine Dienste in 42 Sprachen an und wird vor allem in den USA seit vielen Jahren umfangreich in den Lernalltag integriert. Auch die Nutzerzahlen in Deutschland steigen vor allem seit 2020 immer weiter an.

Googles Erfolgsgeheimnis ist die Vielzahl der kostenlosen Angebote

Google ist inzwischen aus dem Alltag der Internetnutzer nicht mehr wegzudenken. Dafür sorgt die große Vielfalt der Dienste, die Nutzern überwiegend kostenlos zur Verfügung stehen. Das Unternehmen, das Larry Page einst in seiner Garage gründete, wuchs so auf rund 120.000 Mitarbeiter weltweit im Jahr 2019 an.

Zu den gefragten Angeboten gehört auch der E-Mail-Service Googlemail. Seit 2006 stellt außerdem Google Finance Informationen und News zu den Themen Business und Finanzen bereit. Aktien- und Unternehmensinformationen stehen im Vordergrund und Trends können verfolgt werden.

Dokumente, Tabellen und Präsentationen lassen sich mit dem Filehostingservice Google Drive verwalten und in einer Cloud speichern. So erhält jeder Befugte Zugriff zu den Dateien, ohne dass diese einzeln an alle Beteiligten gesendet werden müssen. Ein Terminkalender erlaubt es jedem Nutzer, seine Zeitpläne zu organisieren und für andere zugänglich zu machen.

Von Sophie Neumärker

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