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„Trottelbrigade“: „11Freunde“-Chef stellt ungeimpften FC Bayern-Star Joshua Kimmich bloß

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Von: Jonas Erbas

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FC Bayern-Star Joshua Kimmich steht vor einem Tornetz, daneben ein Twitter-Kommentar und die Corona-Impfung (Fotomontage)
Nachdem bekannt wurde, dass FC Bayern-Star Joshua Kimmich noch nicht geimpft ist, entbrannte bundesweit eine hitzige Diskussion – auch Philipp Köster, Chefredakteur des Fußballmagazins „11Freunde“ kritisierte den Nationalspieler öffentlich (Fotomontage) © Passion2Press/Sven Simon/Schiffmann/Imago

Joshua Kimmich steht weiterhin in der Kritik: Nachdem bekannt wurde, dass der Mittelfeldspieler des FC Bayern noch immer nicht geimpft ist, entbrannte bundesweit eine heftige Debatte. Nun äußert sich auch der Chefredakteur des Fußballmagazins „11Freunde“ – und teilt vor allem gegen Kimmichs Fürsprecher aus.

München - Einen derartigen Medienrummel um seine Person hat Joshua Kimmich (26) abseits des Fußballplatzes wohl noch nicht erlebt: Nachdem öffentlich bekannt geworden war, dass der FC Bayern und DFB-Star noch nicht geimpft ist, entbrannte eine hitzige Debatte um den 26-jährigen Mittelfeldmann der Münchner.

Die Meinungen könnten, wie auch in der Impf-Debatte allgemein, nicht unterschiedlicher ausfallen: Kritiker verweisen auf Kimmichs Vorbildfunktion, während seine Fürsprecher fordern, man soll die persönliche und vor allem private Entscheidung des 26-Jährigen respektieren. Auch prominente Stimmen meldeten sich zu Wort. Auf Twitter rechnete Philipp Köster (49), Chefredakteur des Fußballmagazins „11Freunde“, nun mit Kimmich und dessen Unterstützern ab. Extratipp.com von IPPEN.MEDIA berichtet.

FC Bayern-Star Joshua Kimmich im Interview mit Sky Deutschland
In einem Interview mit Sky Deutschland wurde FC Bayern-Star Joshua Kimmich damit konfrontiert, dass er noch nicht geimpft ist – seitdem wird heftig über den 26-Jährigen und seine Entscheidung diskutiert © Screenshot/Sky Deutschland

FC Bayern: Joshua Kimmich nach Impf-Aussage in der Kritik – „11Freunde“-Chef meldet sich zu Wort

Die Diskussion um Joshua Kimmich nimmt immer mehr Fahrt auf: Zahlreiche Persönlichkeiten aus und abseits der Fußballbranche meldeten sich bereits zu Wort. In einem Interview mit dem Münchner Merkur bot SPD-Politiker Karl Lauterbach (58) dem defensiven Mittelfeld-Star des FC Bayern an, ihn über die „Langfristwirkungen beim Impfen“ aufzuklären. Bei Sky Deutschland hatte der 26-Jährige erklärt, er habe sich aufgrund „persönlicher Bedenken“ noch nicht impfen lassen.

Auch sein Trainer Julian Nagelsmann (34), der aktuell selbst wegen einer Corona-Infektion pausieren muss, äußerte sich und betonte bei einer Pressekonferenz, es sei „wichtig, dass es Meinungen gibt und nicht alles gleich ist“. Von einer derartigen Meinungsvielfalt lebe schließlich „auch eine Demokratie“, so der 34-Jährige. Deutlich drastischere Worte fand Philipp Köster, der im April 2000 das Fußballmagazin „11Freunde“ mitgründete und nach wie vor als Chefredakteur betreut.

„Wenn ich Kimmich wäre und sehen würde, welche Trottelbrigade mich abfeiert, würde ich mich noch heute Morgen impfen lassen“, twitterte der 49-jährige Fußballexperte am Mittwochmorgen (27. Oktober) – und rechnete in seinem Post nicht nur mit Joshua Kimmichs zaghafter Impf-Haltung, sondern vor allem mit dessen Fürsprechern ab. Prompt gab es Kritik zurück: „Wenn ich Kimmich wäre und sehen würde, welche Selbstdarsteller und Experten sich zu Wort melden, dann würde ich auch standhaft bleiben“, urteilte ein Twitter-Nutzer.

Doch der „11Freunde“-Chef legte noch einmal nach und erklärte: „Nun ja. Eventuell könnte ein Blick darauf, welch unheilige Allianz aus hirnweichen Esoterikern, Verschwörungstheoretikern und Rechtsaußen mir da applaudiert, auch die Frage aufwerfen, ob ich vielleicht selbst nicht richtig liege.“ Die Causa Joshua Kimmich ist längst zum Politikum verkommen. Kritik, von beiden Seiten, ist da richtig und wichtig – allerdings, ohne vorschnelle Verallgemeinerungen zu treffen.

Tweet von Philipp Köster, Chefredakteur des Fußballfachmagazins „11Freunde“, über FC Bayer- und DFB-Star Joshua Kimmich
Philipp Köster, Chefredakteur des Fußballfachmagazins „11Freunde“, kritisierte FC Bayern- und DFB-Star Joshua Kimmich mit drastischen Worten – seine Fürsprecher nannte er etwa „Trottelbrigade“ © Screenshot/Twitter/Philipp Köster

FC Bayern: Joshua Kimmich bezieht in Impf-Debatte Stellung – Kein „Corona-Leugner oder Impfgegner“

Bereits am Samstag (23. Oktober) hatte sich Joshua Kimmich bei Sky Deutschland von Gruppierungen der „Corona-Leugner oder Impfgegner“ deutlich distanziert. Anschließend kritisierte er, dass es in der Debatte „nur noch geimpft oder nicht geimpft“ gebe. Der gelernte Verteidiger, der seit 2015 für den FC Bayern spielt, wurde für seine sachliche und ruhige Art während des Interviews von vielen Seiten gelobt.

Der 26-Jährige zeigte sich über die vollen fünf Minuten äußerst verständnisvoll, gab an, die Kritik bis zu einem gewissen Grad zu verstehen. Er lasse sich „alle zwei, drei Tage testen“. Weiter offenbarte der 64-fache Nationalspieler, er lehne es nicht „kategorisch“ ab, sich impfen zu lassen. Es sei „sehr gut möglich“, dass er sich doch noch für eine Impfung gegen das Coronavirus entscheiden werde. Am Mittwoch (27. Oktober) trifft der FC Bayern im DFB-Pokal auf Borussia Mönchengladbach. Ob Kimmich wegen des medialen Dauerfeuers bei diesem Spiel geschont wird, ist noch nicht bekannt.

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