Edeka macht Kunden wütend

„Kaufen wir nicht mehr“: Edeka macht Kunden mit Gender-Glas wütend

„Kaufen wir nicht mehr“: Edeka macht Kunden mit Gender-Glas wütend
+
„Kaufen wir nicht mehr“: Edeka macht Kunden mit Gender-Glas wütend

Ein bayerischer Edeka-Markt hat seine Kunden mit politischer Korrektheit erzürnt. Grund der Diskussion ist eine Nuss-Frucht-Mischung.

Friedberg – Eine bayerische Filiale der Supermarktkette Edeka hat eine Diskussion unter ihren Kunden ausgelöst. Grund dafür ist eine Nussmischung, die mit genderkonformer Sprache aufwartet: „Student*innenfutter“ steht da zu lesen, womit weibliche und nicht-binäre Personen eingeschlossen sind. Der kleine Snack im Glas, der laut Namen rauchende Köpfe an der Uni versorgen soll, beweist seit einigen Tagen jedoch ungeahnte politische Sprengkraft. Viele Kunden des Friedberger Edeka sind nämlich ganz und gar nicht glücklich über den modernen Namen der Zwischenmahlzeit. Online gibt es deshalb seit Veröffentlichung des Student*innenfutters — das sogar nachhaltig im Glas verpackt ist — hitzige Diskussionen.

Ein Facebook-Post vom 8. Juli versetzte den ursprünglichen Stein ins Rollen. Neben ein Foto des Fairtrade-Snacks im Mehrwegglas, auf dem in großen Buchstaben der Name „Student*innenfutter“ prangt, schrieb der entsprechende Edeka, dass das Produkt aus der Reihe „Neue Sortimente und Lieferanten“ stamme. Nur kurze Zeit später trudelten schon die ersten genervten Kommentare der Kunden ein. Während einige ankündigten, das Produkt zu boykottieren, forderten andere von der Supermarktleitung dafür zu sorgen, dass die Beschriftung der Nussmischung geändert wird. Der entsprechende Edeka bei Augsburg ließ sich von den wütenden Nachrichten allerdings nicht beirren.

Während die Kunden ihrer Wut freien Lauf lassen, nimmt der Filialleiter des Edekas es gelassen

Einigen wenigen ist das Gender-Glas laut „merkur.de“ sogar so zuwider, dass sie gleich alle Edeka-Filialen Deutschlands boykottieren wollen. Doch das Student*innenfutter trifft auch auf Begeisterung. Online kommentieren einige User, dass ihnen nicht nur die gegenderte Sprache gefällt, sondern auch die umweltfreundliche Verpackung. Dadurch sei der Snack auf ganzer Linie ein faires Produkt. Und auch der Filialleiter des Friedberger Supermarkts lässt sich durch den Shitstorm nicht beirren.

In einer Stellungnahme erklärt er, dass ihm persönlich das Wort „Studierendenfutter“ leichter über die Lippen gehe, allerdings habe er als Mann kein Anrecht darauf zu entscheiden, was objektiver sei. Vor allen Dingen, so betont der Supermarktleiter weiter, komme es darauf an, was im Glas stecke, nicht was darauf abgedruckt sei. Und die Nüsse würde er in jedem Fall wieder kaufen.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare