Sächsische Hauptstadt an der Elbe

Dresden: Wissenswerte Informationen über die Stadt an der Elbe

Dresden: Der historische Schaufelraddampfer "Dresden" und die Salonschiffe der Sächsischen Dampfschifffahrt haben am Abend am Terrassenufer vor der Kunstakademie (l-r), den Brühlschen Terrassen und der Frauenkirche angelegt.
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Blick auf die Dresdner Elbpromenade bei Nacht.

Das an der Elbe gelegene Dresden ist die Landeshauptstadt Sachsens und bietet eine eindrucksvolle Entwicklung, berühmte Einwohner und starke Industriebetriebe.

  • Dresden ist die Landeshauptstadt Sachsens und wirtschaftliches Zentrum des Freistaats.
  • Die Stadt verfügt über viel Industrie und einen stark ausgeprägten Bildungssektor.
  • Besonders in den Bereichen Kunst und Kultur brachte Dresden eine Reihe berühmter Einwohner hervor.

Dresden – Die sächsische Landeshauptstadt ist direkt an der Elbe gelegen und kann mit einer bewegenden Geschichte aufwarten, die sich viele Jahrhunderte zurückverfolgen lässt. Aber auch an Modernität mangelt es Dresden nicht, wie die beeindruckende Industrie unter Beweis stellt. Als Landeshauptstadt bildet Dresden ebenfalls das politische Zentrum Sachsens. Hier sind der Sächsische Landtag sowie zahlreiche Landesbehörden beheimatet. Zudem hat die Stadt eine Vielzahl berühmter Einwohner hervorgebracht, die es zu internationaler Bekanntheit bringen konnten.

Dresden: Mittelalter und Frühe Neuzeit

Bereits in der Jungsteinzeit war das Gebiet um das heutige Dresden nachweislich besiedelt. Aufgrund der dichten Bewaldung Sachsens blieb es aber lange Zeit bei vereinzelten slawischen Siedlungen, die um die Elbe herum entstanden. Erstmalig nachweislich erwähnt wird Dresden in einem Schriftstück aus dem Jahre 1206. Die Verleihung des Stadtrechts wird auf 1403 datiert, allerdings gibt es keine Schriftzeugnisse mehr, die dies zweifelsfrei bestätigen würden.

1485 wurde die Stadt an der Elbe zur herzoglichen Residenzstadt der sächsischen Herrscher ernannt, was einen großen Aufschwung für die Wirtschaft bedeutete. Vor allem die Industrie und Kultur gewannen nun erstmals in der Geschichte Dresdens an Bedeutung.

Dresden: Von Napoleon zur Weimarer Republik

Während Dresden vom Dreißigjährigen Krieg verschont blieb, gehört der Anfang des 19. Jahrhunderts zu den dunklen Kapiteln der Stadtgeschichte. Die Befreiungskriege gegen Napoleon spielten sich besonders auf sächsischem Gebiet im Raum Leipzig und Dresden ab, was zu einer Zerstörung der Vororte und auch mancher Stadtteile führte. Im ausgehenden 19. Jahrhundert blieb Dresden aber von weiteren Kriegen verschont. Auch im Ersten Weltkrieg war die sächsische Hauptstadt nicht von direkten Kampfhandlungen betroffen. Dies führte zur Blüte der Stadt zur Zeit der Weimarer Republik. Dresden  war zu dieser Zeit eine der reichsten und kulturell attraktivsten Städte innerhalb der Republik und auch wirtschaftliches Zentrum.

Dresden: Zweiter Weltkrieg und neue Geschichte

Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Dresden zum Ziel mehrere Luftangriffe durch alliierte Streitkräfte. Die Zerstörung der Stadt fand ihren Höhepunkt in den nächtlichen Luftangriffen vom 13. bis 15. Februar 1945. Diese Tage zählen zu der dunkelsten Episode in der Geschichte der sächsischen Stadt. Große Bezirke und viele bedeutende Gebäude fielen diesen zum Opfer. Die Anzahl der Todesopfer kann bis heute nicht genau beziffert werden.

Mit Gründung der Deutschen Demokratischen Republik begann der Wiederaufbau der zerstörten Stadt, welcher sich bis Ende des Jahrhunderts ziehen sollte. Bis zum Ende der DDR war die Elbstadt auch Hauptstadt des gleichnamigen Bezirks. Mit der Wiedervereinigung 1990 wurde Dresden erneut zur Hauptstadt des wiedergegründeten Freistaats Sachsen ernannt.

Dresden: Entwicklung der Einwohnerzahlen

Die sächsische Hauptstadt zählt heute 556.780 Einwohner und belegt damit Platz 49 der größten Städte innerhalb der Europäischen Union. Bei einer Fläche von 328,48 Quadratkilometern ergibt sich damit eine Bevölkerungsdichte von 1.715 Einwohnern je Quadratkilometer. Seit Beginn des 21. Jahrhunderts hat Dresden somit eine stetig wachsende Entwicklung seiner Einwohnerzahlen zu verzeichnen. Den bisherigen Höhepunkt seiner Besiedlung hatte Dresden im Jahr 1933 mit 642.142 Einwohnern. Durch die Folgen des Zweiten Weltkriegs brach diese Zahl aber bis auf etwa 468.000 ein. Bis ins Jahr 1998 ging eine erneut positive Entwicklung nur schleppend voran.

Dresden – das Silicon Saxony Deutschlands

Dresden zählt zu den bedeutendsten Standorten für Industrie in Ostdeutschland. Mit einem Bruttoinlandsprodukt, innerhalb der Stadtgrenzen, von 20,725 Milliarden Euro im Jahr 2016, belegt die Landeshauptstadt Platz 15 auf der Rangliste für Wirtschaftsleistungen innerhalb Deutschlands. Besonders Unternehmen im Bereich Spezialmaschinenbau, Wafer-Herstellung und Reinraumtechnik haben sich in und um Dresden angesiedelt, was der Stadt den Beinamen „Silicon Saxony“ einbrachte, der in Anlehnung an das kalifornische „Silicon Valley“ gewählt wurde. Auch die Mikroelektronik- und Halbleiterindustrie wählte die Stadt an der Elbe als Standort. Zu den wichtigsten Unternehmen in Dresden zählen Siemens und Volkswagen.

Dresden: Standort für Pharmaindustrie

Neben den stark ausgeprägten technischen Zweigen der Dresdner Industrie fällt auch der Dresdner Pharmaindustrie schon seit längerer Zeit eine besondere Bedeutung zu. Vor allem bei der Entwicklung von Grippeimpfstoffen und anderen Arzneimitteln spielte die sächsische Stadt eine entscheidende Rolle. Hierbei wird besonders von der Expertise der Technischen Universität Dresden profitiert, die auch in den Bereichen der Pharmazie und Biotechnologie eng mit Wirtschaftsunternehmen zusammenarbeitet.

Dresden: Die Technische Universität

Insgesamt existieren in Dresden neun Hochschulen. Die größte und international renommierteste ist dabei unbestritten die Technische Universität. Hier sind circa 33.000 Studierende eingeschrieben. Damit ist die Universität, deren Standort sich mittels Google Maps lokalisieren lässt, die größte in ganz Sachsen. Die Nähe zur ansässigen Industrie wird hierbei besonders ausgenutzt. Mit 124 angebotenen Studiengängen kann die TU Dresden eines der umfangreichsten Studienangebote Deutschlands vorweisen.

Größtenteils als Campus-Universität konzipiert, liegt die Universität im Süden der Dresdner Innenstadt. 2006 wurde sie erstmals durch den Bund als Exzellenzuniversität ausgezeichnet. Weiterhin unterhält die Hochschule zahlreiche Kooperationen mit anderen Bildungseinrichtungen weltweit. Besonders mit den Vereinigten Staaten, England und Frankreich wird regelmäßig ein wissenschaftlicher Austausch betrieben.

Dresden: Berühmte Einwohner der Stadt

Dresden hat über die Jahrhunderte hinweg eine große Anzahl von berühmten Einwohnern hervorgebracht, die es in den verschiedensten Bereichen zu internationalem Ruhm gebracht haben. Besonders in den Disziplinen der bildenden Künste und der Literatur sind einige Namen für immer mit der Stadt verbunden. Nachfolgend eine Aufstellung der bedeutendsten Persönlichkeiten, deren Leben mit der Landeshauptstadt Sachsens eng verknüpft ist:

  • Erich Kästner (* 23. Februar 1899, † 29. Juli 1974) – deutscher Schriftsteller und Publizist
  • Gerhard Richter – deutscher Maler und Fotograf
  • Helmut Schön (* 15. September 1915, † 23. Februar 1996) – Fußballspieler und erfolgreichster deutscher Bundestrainer
  • Carl Maria von Weber (* 18. November 1786, † 5. Juni 1826) – deutscher Komponist und Dirigent
  • Bernd Heinrich Wilhelm von Kleist (* 18. Oktober 1777, † 21. November 1811) – deutscher Dramatiker und Lyriker
  • Caspar David Friedrich (* 5. September 1774, † 7. Mai 1840) – deutscher Maler und Zeichner
  • Jan Josef Liefers – deutscher Schauspieler und Musiker

Dresden: Schienenverkehr und -anbindung

Die sächsische Landeshauptstadt zählt zu den größten Fernverkehrsknotenpunkten in Deutschland, was eine sehr gute Verkehrsanbindung zur Folge hat. Dresden verbindet fünf Haupt- und Fernstrecken des deutschen Schienennetzes miteinander. Im Tagesverkehr können so beispielsweise Berlin, Prag, Frankfurt am Main, Hamburg und Budapest problemlos erreicht werden. Den Nachtverkehr hinzugezählt bestehen sogar Verbindungen bis nach Zürich. Der Hauptbahnhof verbindet weiterhin die Stadt mit dem Umland durch einen ausgeprägten Regionalverkehr. Ebenfalls lässt sich der Flughafen gut mittels S-Bahn erreichen. Besonders am Anfang des 21. Jahrhunderts wurde auf eine starke Entwicklung der Bahn- und Nahverkehrsverbindungen gesetzt – mit Erfolg.

Dresden: Anbindung an den Straßenverkehr

Mit Anschluss an vier Bundesautobahnen ist Dresden ein besonders attraktiver Standort für die Industrie geworden. Die A4 in Richtung Hof und Görlitz sowie die A13 in Richtung Leipzig und Berlin zählen dabei zu den wichtigsten Verkehrsanbindungen der Stadt. Im Jahre 2006 wurde die A17 fertiggestellt, durch die der Dresdner Westen Anschluss an die Europastraße E55 erhielt, die die Stadt direkt mit Prag verbindet.

Außerdem führen fünf Bundesstraßen direkt durch das Stadtgebiet, was eine schnelle Reise auch innerhalb Dresdens ermöglicht. Teils mit bis zu vier Spuren innerhalb der Stadtgrenzen und einer großen Anzahl von Tunneln ist die Durchquerung der Landeshauptstadt schnell und problemlos möglich.

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