Moderatorin, Autorin, Sängerin

Barbara Schöneberger: Leben und Karriere des Multi-Talents

Barbara Schöneberger kommt zur José Carreras Gala in der Leipziger Messe.
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Entertainerin Barbara Schöneberger ist auch als Schauspielerin und Sängerin tätig.

Barbara Schöneberger, vor allem als TV-Moderatorin bekannt, birgt zahlreiche Talente in sich. Egal ob Fernsehen, Printmedien oder Radio – sie ist überall aktiv.

  • Barbara Schöneberger wurde am 5. März 1974 in München geboren.
  • Schon während ihres Studiums stand sie vor der Kamera.
  • 1999 erhielt sie ihren ersten Job als Moderatorin und war später unter anderem im ZDF zu sehen.

Berlin - Barbara Schöneberger kam am 5. März 1974 in München zu Welt. Die mehrfach mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnete Moderatorin war bereits für zahlreiche Sender, wie beispielsweise das ZDF, DSF und den NDR tätig. Zudem ist sie als Schauspielerin, Entertainerin und Sängerin bekannt. Seit 2015 veröffentlicht sie ihre eigene Zeitschrift mit dem Namen „Barbara“. 2018 folgte ihr Radiosender „barba radio“.

Die einstige Moderatorin des ZDF Barbara Schöneberger wuchs als Tochter des Soloklarinettisten Hans und seiner Frau Annemarie Schöneberger auf. 1993 legte sie erfolgreich ihr Abitur am Münchner Pestalozzi-Gymnasium ab und trat ein Volontariat bei der Zeitschrift „Mode Spezial“ an.

Ein Jahr später begann sie, an der Universität Augsburg Kommunikationswissenschaft, Soziologie und Kunstgeschichte zu studieren. Nebenbei arbeitete sie für die Livekommunikations- und Erlebnismarketingagentur „Trendhouse EventMarketing“. 1999 beendete sie ihr Studium ohne Abgabe einer Magisterarbeit, weshalb ihr auch ein offizieller Abschluss verwehrt blieb. Schöneberger wählte den Weg ins Fernsehen.

Ein Einblick in das Privatleben der Moderatorin Barbara Schöneberger

Über ihr Familienleben äußert sich die Moderatorin selten. Bekannt ist ihre Ehe mit dem IT-Unternehmer Maximilian von Schierstädt. Die Hochzeit fand im Jahr 2009 statt. Sie nahm zwar den Namen ihres Mannes an, wie sie 2018 öffentlich machte, doch nutzt sie im Berufsleben dennoch weiterhin ihren Geburtsnamen, der eine Art Marke geworden ist. Ein Jahr nach der Vermählung kam ihr gemeinsamer Sohn zur Welt. 2013 folgte eine Tochter. Zu viert lebt die Familie in Berlin.

Ihren ersten Schritt ins Fernsehen machte Barbara Schöneberger im Jahr 1998 an der Seite von Moderator Elmar Hörig. Sie griff ihm als Assistentin in der Spielshow „Bube, Dame, Hörig“ auf Sat.1 unter die Arme und wendete die Karten der Spielwand. Doch den Durchbruch verschaffte ihr ein Auftritt in der „Harald Schmidt Show“, nachdem dessen Namensgeber sich dafür aussprach, dass auch sie ihre eigene Sendung bekommen solle.

Barbara Schönebergers Weg zur Moderatorin im ZDF

Prompt lud man sie zum Casting für eine Sportshow namens „Tie Break“ ein. 1999 ging sie damit im DSF auf Sendung und bekam somit ihren ersten Job als Moderatorin. Im gleichen Jahr trat sie dem Moderationsteam von „Weck Up“ bei und war somit auch wieder auf Sat.1 zu sehen.

Im ZDF war sie ebenfalls präsent. Mit der „Schöneberger-Show“ versuchte der Sender, ein jüngeres Publikum zu erreichen. Dieser Versuch blieb allerdings erfolglos. Die erwarteten Zuschauerzahlen blieben aus und nach 17 Folgen war das Ende der Show besiegelt. Doch der große Erfolg sollte noch kommen, und zwar in Form einer Talkshow. „Blondes Gift“ wurde ab 2001 auf suntv ausgestrahlt und später im WDR gezeigt. 2004 wechselte die Moderatorin damit zum Sender ProSieben, wo sie noch eineinhalb Jahre zu sehen war. Auch in Ralph Morgensterns Talkshow „Blond am Freitag“ war sie regelmäßig zu Gast.

Barbara Schöneberger: Viele weitere Jobs

Eine Fernsehkolumne namens „Big City Fever“ folgte 2005. Sie wurde wöchentlich als Werbung für die Marke Coca-Cola auf ProSieben genutzt. Barbara Schöneberger kommentierte darin Begebenheiten aus dem Alltag der Menschen in der Großstadt. Ihr Improvisationstalent stellte die ZDF Moderatorin regelmäßig in der Improvisations-Comedy-Show „Frei Schnauze“ auf RTL unter Beweis. Auf dem gleichen Sender war sie zudem in sämtlichen Folgen von „Typisch Frau – Typisch Mann“ zu sehen.

2008 folgte die NDR Talk Show. An der Seite von Hubertus Meyer-Burckhardt empfängt sie seither immer wieder neue Gäste in ihrer Gesprächsrunde. 2012 gelang es Barbara Schöneberger, auch in Österreich einen höheren Bekanntheitsgrad zu erreichen. In diesem Jahr sowie 2014 und 2015 präsentierte sie die Verleihung des Film- und Fernsehpreises „Romy“. Ihre steigende Popularität brachte ihr Moderationsjobs für die „Starnacht“ am Wörthersee und aus der Wachau im Sommer 2012 ein.

Barbara Schöneberger im Filmgeschäft

Dem Sender RTL kehrte sie dennoch nicht den Rücken zu und moderierte zwischen 2013 und 2017 die Live-Spieleshow „Die 2 – Gottschalk & Jauch gegen alle“. 2018 wurde sie vom Format „Denn sie wissen nicht, was passiert – die Jauch-Gottschalk-Schöneberger-Show“ abgelöst, indem nun auch die Moderatorin selbst in verschiedensten Spielen gegen die Gäste der Sendung antritt. Die Moderation wird zwischen Thomas Gottschalk, Günther Jauch und ihr zu Beginn jeder Show ausgelost.

Barbara Schöneberger ist seit 2015 jährlich beim Eurovision Song Contest zu sehen. Live von der Reeperbahn verkündet sie die Wertung der deutschen Jury und des Publikums. Außerdem führt sie durch den „ESC-Countdown“ sowie die dazugehörige „Grand Prix Party“ im Anschluss an den Contest.

Doch nicht nur im Fernsehen ist die einstige ZDF Moderatorin regelmäßig zu sehen. Auch als Schauspielerin ist sie aktiv. 2007 spielt sie sich im Film „Keinohrhasen“ beispielsweise selbst und übernahm im zweiten und dritten Teil von „Hanni & Nanni“ die Rolle der Daphne Diehl.

Barbara Schöneberger in Musik und Printmedien

Auch in der Musikbranche ist die ehemalige Moderatorin des ZDF tätig. Nachdem sie im September 2007 als Sängerin des „Berlin Pops Orchestras“ erstmalig auf Tour ging, folgte zwei Monate später ihr erstes eigenes Album „Jetzt singt sie auch noch!“ inklusive ihrer ersten Single „Männer muss man loben“. Es folgten die Alben:

  • „Nochmal, nur anders“ (2009)
  • „Bekannt aus Funk und Fernsehen“ (2013)
  • „Eine Frau gibt Auskunft“ (2018)

Barbara Schöneberger wurde bereits im Alter von 15 Jahren zum ersten Mal in einer Zeitschrift abgelichtet. 1989 war sie die Protagonistin der Foto-Love-Story im Jugendmagazin „Mädchen“. Bis heute arbeitet die ehemalige ZDF Moderatorin als Kolumnistin für verschiedene Zeitschriften, darunter „Jolie“, „Woman“ oder „Hörzu“. Im Männermagazin „Maxim“ veröffentlichte sie monatlich ihre eigene Kolumne mit Namen „Blonder Stift“.

Seit 2015 ist ihre eigene Zeitschrift „Barbara“ erhältlich. Sie ist nicht nur Gründerin, sondern auch aktives Redaktionsmitglied. Schönebergers Ziel war es, eine Frauenzeitschrift zu schaffen, die mehr Realität und weniger Modelmaße und Bearbeitung zeigt.

Barbara Schöneberger auf Instagram und im Radio

Barbara Schöneberger, ehemalige Moderatorin im ZDF, ist auch auf Social Media präsent. Auf Instagram wirbt sie nicht nur für ihren Podcast und ihre Zeitschrift, sondern veröffentlicht zudem den ein oder anderen Blick hinter die Kulissen des Fernsehgeschäfts. Im November 2019 geriet sie mit einem ihrer Postings jedoch auch in Kritik.

Sie veröffentlichte ein kurzes Video, in dem sie sagte, das männliche Geschlecht solle ihrer Meinung nach nicht zu Make-up greifen. Andere Instagram-Nutzer warfen ihr daraufhin Sexismus und Diskriminierung vor. Das Video verschwand kurze Zeit später von Schönebergers Account und es folgte ein aufklärendes Statement.

Gemeinsam mit REGIOCAST rief sie das „barba radio“ ins Leben. Im privaten Hörfunkprogramm, das unter anderem online oder per App empfangen werden kann, geht es nicht nur um Musik, sondern auch allgemeine Themen, die die Gesellschaft aktuell bewegen, werden erörtert. Hier ist zudem ihr Podcast „Mit den Waffeln einer Frau“ zu hören, in dem sie sich jede Woche mit prominenten Gästen aus verschiedenen Branchen wie Sängern, Schauspielern oder Personen des öffentlichen Lebens unterhält.

Von Sophie Neumärker

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