Vorreiter in Sachen Technik

Apple: Alle Informationen über das Unternehmen

Apple CEO Steve Jobs zeigt ein iPad
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Apple, gegründet von Steve Jobs, schaffte es, führende Positionen am Technologiemarkt einzunehmen

Das Unternehmen Apple etablierte sich zum Marktführer in verschiedenen Bereichen der Informationstechnologie. Es entwarf u. a. den ersten Personal Computer.

  • Apple wurde 1976 von den Softwareentwicklern Steve Jobs, Ronald Wayne und Steve Wozniak, die sich im Homebrew Computer Club kennenlernten, gegründet.
  • Den Firmennamen vergab Steve Jobs, der im Rahmen einer Obstdiät eine Apfelplantage besuchte und das Wort „Apple“ als erfrischend und unaufdringlich empfand.
  • Das Unternehmen gilt als einer der Vorreiter im Bereich Technologie und sicherte sich führende Marktpositionen.

Steve Jobs (56, † 2011), Ronald Wayne und Steve Wozniak gründeten das Technologieunternehmen Apple im Jahr 1976. Sie lernten sich im Homebrew Computer Club kennen, in dem Elektronikenthusiasten aufeinander trafen und gemeinsam an Computern und weiteren technischen Geräten arbeiteten. Der Club galt als Denkfabrik der Branche.

Jobs, Wayne und Wozniak entwarfen 1976 den ersten Personal Computer der Welt, den Apple I, auf dessen Grundlage die Idee einer Firmengründung entstand. Der Apple I wurde zum ersten Produkt des Unternehmens. Ab Juli 1976 konnten bereits erste Geräte beim Händler Byte Shop erworben werden. Er warb mit dem Slogan „Byte into an Apple“. Etwa 200 Stück konnten die Kunden zu einem Preis von 666,66 US-Dollar erwerben.

Bereits im Jahr darauf erschien das Nachfolgemodell Apple II. Um diesen zu entwickeln und ausreichend zu vermarkten, waren Investitionen notwendig, die über den Gewinn, den die Unternehmer durch die Verkäufe verzeichneten, hinausgingen.

Apple geht an die Börse

So wandelten Steve Jobs und seine Partner Apple in eine Kapitalgesellschaft um. Mike Markkula, der spätere CEO der Firma, tätigte mit 250.000 US-Dollar die erste größere Investition und erhielt dafür 26 % Unternehmensanteile. Am 12. Dezember 1980 ging Apple an die Börse. Die Aktie erhielt das Kürzel AAPL und wird seit jeher an der New Yorker Technikbörse NASDAQ gehandelt.

In den 1980er Jahren arbeitete Apple zudem an einem Computer namens Macintosh, der intuitiv bedient werden konnte und somit für breitere Bevölkerungsschichten nutzbar war. Der Informatiker Jef Raskin (61, † 2005) leitete das Entwicklungsteam anfänglich, bis ihn Steve Jobs ablöste. Raskin entschied, die grafische Benutzeroberfläche, die Xerox bereits vorgestellt hatte, zu integrieren. Damit verfügte der Macintosh unter anderem über eine grafische Menüführung, eine Bedienung mittels Mauszeiger und anklickbare Icons. Das Gerät entwickelte sich zum ersten Mikrocomputer samt einer grafischen Benutzeroberfläche, der in großen Mengen produziert und verkauft wurde und nahm damit eine Vorreiterrolle ein.

Apple schafft mit dem Macintosh ein Zentrum des digitalen Lebens

Seinen Namen verdankt das Gerät einer Apfelsorte namens McIntosh als Anspielung auf den Firmennamen Apple. Nutzer nannten den Macintosh nur „Mac“, was sich später auch im Unternehmen etablierte. Apple begann, diese Abkürzung für die Namensgebung weiterer Produkte zu verwenden und es entstanden Bezeichnungen wie MacBook, iMac oder MacPro.

Als sich Ende der 1990er Jahre digitale Camcorder zu einem Massenmarkt entwickelten, reagierte Steve Jobs mit dem Programm iMovie. Die Nutzer konnten deren Kameras fortan an den Mac anschließen und die getätigten Aufnahmen darauf bearbeiten. Es folgten das Fotoprogramm iPhoto und das Multimediaverwaltungsprogramm iTunes.

2001 brachte das in Cupertino im US-Bundesstaat Kalifornien ansässige Unternehmen den iPod, einen MP3-Player, auf den Markt. Dieser konnte zuerst nur mit Macs genutzt werden. Seit 2003 kann der Nutzer Musik im iTunes Music Store erwerben. Im gleichen Jahr stellte Apple den Music Store und den iPod selbst auch für Windows-Computer bereit und sicherte sich damit die Position als Marktführer.

Apple Geräte direkt im Store testen

Die Kunden erhalten Produkte von Apple seit 2001 in firmeneigenen Geschäften. Die Apple Stores beruhen auf dem Konzept der Interaktion. Interessierte bekommen die Möglichkeit, sämtliche Produkte zu testen, was die Stores deutlich von anderen Geschäften abhebt. Außerdem verfügt jede Filiale über eine Genius Bar, eine Anlaufstelle für Kunden, die Probleme mit ihren bereits erworbenen Produkten haben. Mittlerweile gibt es weltweit mehr als 500 Apple Stores in rund 20 Ländern. In Deutschland sind 15 Stores ansässig.

Auf der MacWorld 2007 stellte Steve Jobs das erste iPhone und das Apple TV vor. Da die beiden technischen Neuheiten neben dem iPod weitere Produktkategorien außerhalb der Computerwelt vertraten, benannten die Softwareentwickler ihre Firma von Apple Computer Inc. in Apple Inc. um. 2010 folgte der Tablet-Computer iPad und führte die Linie der iOS-Produkte weiter. Das Betriebssystem entwickelte sich zu einem immer stärkeren Konkurrenten zu Android und dominiert seitdem den Markt für Smartphones und Tablets.

Steve Jobs Rücktritt von seiner Führungsposition

Aus gesundheitlichen Gründen musste Mitbegründer Steve Jobs sein Amt als CEO im August 2011 niederlegen und übergab es an Tim Cook. Dieser führte das Tagesgeschäft bereits seit Januar und hatte die Firma schon in der Vergangenheit vertretungsweise geführt. Jobs übernahm den Vorsitz des Verwaltungsrats und war bis zu seinem Ableben am 5. Oktober 2011 in dieser Position tätig.

Der Erfolg der iOS-Geräte stieg weiter an und im Geschäftsjahr 2015 brachten sie mehr als 75 % des Gesamtumsatzes von Apple ein. In diesem Jahr kam auch die erste Apple Watch auf den Markt. Die im September 2014 vorgestellte Smartwatch verfügt über zahlreiche Funktionen, die den Träger nicht nur über Datum und Uhrzeit informieren, sondern auch über seine Gesundheit Auskunft gibt. Mit jedem Modell nahm die Anzahl der Funktionen zu. Die Apple Watch series 6 erfüllt unter anderem die folgenden Aufgaben:

  • Nachrichten anzeigen und versenden
  • Telefonieren
  • Musik hören
  • Kontaktlos bezahlen
  • Schritte zählen
  • Aktivität aufzeichnen
  • Herzfrequenz messen
  • EKG durchführen
  • Schlaf überwachen
  • Blutsauerstoff messen

Steve Jobs und die Idee des Firmennamens

Die Idee hinter dem Firmennamen Apple stammt von Steve Jobs. Er absolvierte gerade eine Obstdiät und kehrte kürzlich von einer Apfelplantage zurück. Er empfand das Wort „Apple“ als erfrischend, freundlich und gleichzeitig unaufdringlich. Es schwächte den harten Klang des Wortes „Computer“ ab und sorgte außerdem dafür, dass Apple noch vor der Firma Atari im Telefonbuch auftauchen würde. Unternehmenspartner Steve Wozniak war mit dieser Idee zwar nicht einverstanden, doch brachte vor Ablauf der Frist keinen anderen Vorschlag. So meldete Jobs die Firma unter dem Namen „Apple Computer“ an.

Als Inspiration für das Logo fungierte die Anekdote, die davon erzählt, wie Isaac Newton (84, † 1727) unter einem Apfelbaum saß und ihm ein Apfel, der ihm auf den Kopf fiel, zur Entdeckung der Schwerkraft verhalf. Ron Wayne fertigte einen entsprechenden Kupferstich in barockem Stil an. Doch die Unternehmer verwarfen dieses Logo, denn dessen Reproduktion war aufgrund des Detailreichtums mit sehr hohem Aufwand verbunden.

Das Apple Logo verändert sich

1977 legte ein bekannter Grafikdesigner einen neuen Entwurf für den Apfel vor. Dieser zeigte die Silhouette eines angebissenen Apfels mit regenbogenfarbenen Streifen. Für den dazugehörigen Schriftzug wurde die Schriftart Motter Tektura genutzt. Die ersten Macintosh-Modelle beschriftete Apple ausschließlich mit dem farbige Logo. Seit der Version 7 des Betriebssystems ist der Apple-Schriftzug eine geschützte Wortmarke.

Seit 1998 ist die Silhouette des Apfels einfarbig. Nach anfänglichem Schwarz zeigte es sich ab 2001 in Blau. 2007 folgte eine Farbänderung in Weiß und 2013 in Grau. Mittlerweile ist das Logo meist farblos, weist allerdings eine andere Oberflächenstruktur als dessen Umgebung auf, um sich abzuheben. Zu gewissen Anlässen verändert sich das Apple-Logo zeitweise, wie unter anderem am Earth Day. Dann erscheint das Blatt des Apfels in grüner Farbe, um zu einer höheren Wertschätzung der Umwelt und zum Überdenken des eigenen Konsumverhaltens aufzurufen.

Von Sophie Neumärker

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