De Zordo gewinnt WM-Titel im Speerwurf

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Der Saarbrücker Matthias De Zordo hat überraschend den Weltmeistertitel im Speerwurf und die dritte Goldmedaille für Deutschland gewonnen.

Daegu/Südkorea - Der Saarbrücker Matthias De Zordo hat überraschend den Weltmeistertitel im Speerwurf und die dritte Goldmedaille für Deutschland gewonnen.

Mit 86,27 Metern verwies er am Samstag im Finale bei der Leichtathletik-WM in Daegu Titelverteidiger Andreas Thorkildsen (Norwegen/84,78) auf den zweiten Platz. WM-Bronze sicherte sich Guillermo Martinez (Kuba/84,30). De Zordo ist der erste deutsche Speerwurf-Weltmeister nach dem Berliner Detlef Michel, der 1983 in Helsinki Gold gewann. Der Rostocker Mark Frank wurde mit 81,81 Metern Achter.

In der Qualifikation war es für de Zordo nicht optimal gelaufen. Der Vize-Europameister kam nur auf 82,05 Meter, weil er mit dem Anlauf nicht zurecht kam. Dagegen war er im Medaillenkampf von der ersten Sekunden an topfit: Gleich im ersten Versuch katapultierte er seinen Speer auf 86,27 Meter - weiter warf an dem Tag keiner mehr.

Die letzte deutsche Speerwurf-Medaille der Männer gewann 2003 bei der WM in Paris Boris Henry. Der heutige Bundestrainer und Coach von de Zordo holte Bronze. Einen Tag zuvor hatte Christine Obergföll im Speerwurf der Frauen eine herbe Enttäuschung erlebt: Die Olympia-Dritte aus Offenburgerin war als Qualifikations-Beste ins Finale eingezogen und am Ende nur WM-Vierte geworden.

Für das deutsche Team war es die sechste Medaille bei dieser WM, am Freitag hatte Kugelstoßer David Storl den zweiten Titel gewonnen nach Diskuswerfer Robert Harting.

dpa

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