Medienbericht

Weltmeisterin Dominguez Fuentes-Kundin?

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"Mindestens seit Dezember 1997" soll Marta Dominguez Kundin von Eufemiano Fuentes gewesen sein.

Madrid - Die frühere Leichtathletik-Weltmeisterin Marta Dominguez aus Spanien war offenbar auch Kundin von Dopingarzt Eufemiano Fuentes. Das berichtete eine spanische Zeitung.

Dies berichtet die spanische Tageszeitung El Pais und beruft sich dabei auf ihr vorliegende Unterlagen. Danach sei die Hindernisläuferin „mindestens seit Dezember 1997“ unter dem Kürzel „MARTA DGZ“ in den Akten des Mediziners geführt worden, dem derzeit in Madrid der Prozess gemacht wird.

„All diese Dokumente zeigen, dass Marta Dominguez, die beste spanische Leichtathletin aller Zeiten und Parlamentsabgeordnete der Volkspartei in ihrer Heimatstadt Palencia, seit Dezember 1997 Kundin bei Fuentes war. Damals war sie 22 Jahre alt“, schrieb das Blatt. Dominguez hatte bei der Leichtathletik-WM 2009 in Berlin Gold über 3000 m Hindernis gewonnen.

Ein Gericht in Madrid hatte Marta Dominguez im Juli 2011 vom Vorwurf des Medikamentenhandels freigesprochen. Der inzwischen 37-Jährigen war zur Last gelegt worden, einem befreundeten Athleten ohne Lizenz eine Dopingsubstanz besorgt zu haben. „Es gibt keinen begründeten Hinweis auf ein kriminelles Vorgehen“, sagte Richterin Mercedes Perez Barrios in ihrer Erklärung.

Im Dezember 2010 war Dominguez zusammen mit 13 anderen Personen wegen des Verdachts ihrer Verwicklung in die „Operacion Galgo“ um den Arzt Eufemiano Fuentes festgenommen, dann aber wegen ihrer Schwangerschaft wieder freigelassen worden. Sie hatte stets beteuert, nie Dopingmittel eingenommen und nie andere Athleten mit verbotenen Substanzen versorgt zu haben. In Verdacht sei sie geraten, weil man Telefongespräche abgehört habe.

SID

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