Baden-Württemberg erwägt Vorstoß

Wird Doping bald zur Straftat?

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Doping im Profisport soll bald generell unter Strafe gestellt werden.

Stuttgart/Berlin - Die baden-württembergische Landesregierung will ein Anti-Doping-Gesetz über den Bundesrat auf den Weg bringen.

„Wir haben heute im Kabinett beschlossen, eine entsprechende Bundesratsinitiative mit einem konkret ausformulierten Gesetzesvorschlag einzubringen“, sagte Justizminister Rainer Stickelberger (SPD) den „Stuttgarter Nachrichten“ (Mittwoch).

Mit dem umstrittenen Vorstoß, der unter anderem vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) kritisiert werde, wolle das Land Doping im Profisport generell unter Strafe stellen, hieß es. Den Gesetzentwurf wolle Grün-Rot am 3. Mai in den Bundesrat einbringen. Ein dopender Profisportler schädige massiv seine Mitbewerber, seine Sponsoren und - im Falle staatlicher Förderung - die öffentliche Hand, sagte Stickelberger.

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„Betrug im klassischen Sinne ist beim Doping in der Regel nur ganz, ganz schwer nachweisbar“, sagte er. Deshalb gebe es bislang nur sehr wenige Strafverfahren. „Nach unserem Gesetzentwurf bräuchte es künftig keinen Schadensnachweis mehr. Die Verzerrung des Wettbewerbs würde reichen.“

dpa

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