In Rio

Wladimir Klitschko will bei Olympia boxen

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Wladimir Klitschko trainiert am 16.04.2013 im österreichischen Going (Tirol) im Biohotel Stanglwirt.

Going/Köln - Noch verbieten die Regeln einen Start, dennoch träumt Wladimir Klitschko von einem erneuten Olympia-Start. 20 Jahre nach seinem Triumph in Atlanta will der 37-Jährige 2016 in Rio sein zweites Gold holen.

20 Jahre nach seiner Goldmedaille in Atlanta will Wladimir Klitschko seine Karriere 2016 mit einem zweiten Olympiasieg krönen. „Es ist mein Traum, bei den Spielen in Rio teilzunehmen und dort zu gewinnen“, sagte der 37 Jahre alte Weltmeister im Schwergewicht am Mittwoch während einer Pressekonferenz in seinem Trainingscamp im österreichischen Going: „Das war ein gemeinsamer Traum von mir und meinem verstorbenen Trainer Emanuel Steward, und ich hoffe, dass ich den erfüllen kann.“

Noch dürfen bei Olympischen Spielen keine Profi-Boxer starten, dies soll sich aber schon 2016 ändern. Der Amateurbox-Weltverband AIBA hat bereits im August 2011 auf einer Tagung des Exekutiv-Komitees die Weichen für einen Start der Profis in Rio gestellt. Das größeres Hindernis für Klitschko dürfte die derzeitige Altersbegrenzug für Olympiakämpfer auf 35 Jahre sein.

Der jüngere der beiden Klitschko-Brüder, der 1996 in Atlanta für die Ukraine die Goldmedaille im Superschwergewicht gewonnen hatte, trat mit seiner Ankündigung auch Spekulationen entgegen, er sei des Boxens müde geworden. „Das Gegenteil ist der Fall, ich habe jede Menge trockenes Pulver in meinen Fäusten und noch einige Jahre und Herausforderungen vor mir. Obwohl ich gerade 37 Jahre alt geworden bin, fühle ich mich besser als mit 27.“ In Rio wäre er 40.

Das Ende seiner erfolgreichen Karriere ist für Klitschko noch kein Thema. „Ich habe noch viele Jahre vor mir. Nach meinem 40. Geburtstag werde ich mir Gedanken über andere Dinge machen“, sagte Klitschko. Grundsätzlich bereite er sich aber schon „auf das Leben nach dem Sport“ vor.

Derzeit macht sich Klitschko in Tirol mit seinem Trainer Johnathon Banks, Nachfolger des im vergangenen Oktober gestorbenen Steward, fit für den nächsten Kampf am 4. Mai in Mannheim (22.10 Uhr/RTL) gegen den Deutsch-Italiener Francesco Pianeta. Er habe großen Respekt vor dem noch ungeschlagenen 28-Jährigen, der Ende 2009 an Hodenkrebs erkrankt war, sagte Klitschko: „Ich werde ihn definitiv nicht unterschätzen, denn Francesco hat den härtesten Kampf in seinem Leben bereits gewonnen.“

Der WBA-, IBF-, IBO- und WBO-Champion Klitschko erwartet „eine große Herausforderung“, strotzt aber vor Selbstbewusstsein: „Er trifft auf den besten im Schwergewicht. Ich werde meine Titel verteidigen. Es wird hart für Pianeta“, kündigte der Wahl-Hamburger an.

Klitschko absolviert gegen Pianeta seinen 63. Profi- und 23. WM-Kampf. Vor dem vierten Auftritt in Mannheim steigt allmählich die Anspannung. „Ich bin nervös“, gibt Klitschko zu. Dies sei aber völlig normal. „Wenn ich nicht nervös wäre, würde etwas nicht stimmen.“

SID

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