Wer wird der Nachfolger von Thomas Bach?

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Der Posten von Thomas Bach als Präsident des deutschen olympischen Sportbunds ist nun vakant

Köln - Das Kandidaten-Karussell nimmt Fahrt auf - und einer springt ab: Nach der Wahl von Thomas Bach zum Präsidenten des IOC wird nun sein Nachfolger in Deutschland gesucht.

Michael Vesper will Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) bleiben und nicht als ehrenamtlicher Präsident die Nachfolge von Thomas Bach antreten. Dies erklärte der 61-Jährige am Donnerstag bei der Rückkehr aus Buenos Aires. Dort war Bach am Dienstag zum neunten Präsidenten des Internationalen Olymischen Komitees (IOC) gewählt worden. Er wird am Montag von seinem Amt als DOSB-Chef zurücktreten.

„Ich bin DOSB-Generaldirektor und will das auch bleiben. Auch wenn ich gebeten werde. Da gibt“s andere Präsidentschafts-Kandidaten„, sagte Michael Vesper in Frankfurt/Main dem Sport-Nachrichtensender Sky Sport News HD.

Nicht ausgeschlossen ist inzwischen, dass ein Quereinsteiger die Nachfolge Bachs antreten könnte. Als solche werden Werder Bremens Ex-Manager Willi Lemke und Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier gehandelt - Letzterer für den Fall, dass er bei den Landstagswahlen am 22. September parallel zur Bundestagswahl sein Amt verliert. Lemke erklärte dem Sport-Informations-Dienst (SID) aus Rio de Janeiro vielsagend: `Zu derartigen Gerüchten möchte ich mich zum jetzigen Zeitpunkt nicht äußern.“

Von den DOSB-internen Kandidaten hatte Christa Thiel, Präsidentin des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV), innerhalb des Führungszirkels bereits ihr Interesse an der Bach-Nachfolge deutlich gemacht. Walter Schneeloch, ein weiterer DOSB-Vize, bestätigte dem SID: „Ich würde mich nicht verweigern.“

Keine klare Absage geben drei andere gehandelte Kandidaten. DOSB-Vize Ingo Weiss (49), Chef der Deutschen Sportjugend (DSJ), steht jedoch eher nicht zur Verfügung. Rainer Brechtken, Präsident des Deutschen Turner-Bundes (DTB) und Sprecher der Spitzensportverbände, möchte „ein geordnetes Verfahren“. Alfons Hörmann, Präsident des mächtigen Deutschen Ski-Verbandes (DSV), vertritt eine eher ablehnende Haltung, will sich jetzt aber ebenfalls nicht klar festlegen.

Am Montag und Dienstag spricht das DOSB-Präsidium mit Interims-Präsident Hans-Peter Krämer erstmals das Thema Nachfolge an. „Wahrscheinlich geht es da noch nicht um Personen“, sagte Schneeloch. Aber dann am Donnerstag, wenn sich ebenfalls in Frankfurt die Sprecher der Spitzenverbände unter Brechtken treffen. Und erneut am 30. September, wenn es bei der Vollversammlung der DOSB-Gremien in München um eine Bewerbung um die Winterspiele 2022 geht.

SI

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