Wimbledon: Görges raus, Lisicki weiter

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Julia Görges ist in Wimbledon ausgeschieden

London - Sabine Lisicki steht nach ihrem Sieg über die Japanerin Doi als einzige Deutsche im Achtelfinale. Julia Görges hat indessen zum wiederholten Male der Drittrunden-Fluch ereilt.

Eine kam durch: Sabine Lisicki wird die zweite Turnierwoche in Wimbledon als deutsche Alleinunterhalterin angehen. Knapp drei Stunden nach dem Ausscheiden ihrer Fed-Cup-Kollegin Julia Görges zog die Berlinerin am Samstag durch das 6:4, 6:2 über die Japanerin Misaki Doi ins Achtelfinale des Tennisturniers an der Church Road ein. Dort trifft die 21-Jährige am Montag auf die Tschechin Petra Cetkovska, die die frühere Weltranglisten-Erste Ana Ivanovic aus Serbien mit 6:2, 7:6 (7:0) ausschaltete.

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Görges muss dagegen weiter auf ihr erstes Achtelfinale bei einem Grand-Slam-Turnier warten. Die Nummer 16 der Tennis-Welt verlor ihre Drittrunden-Partie gegen die an Nummer 24 gesetzte Slowakin Dominika Cibulkova mit 4:6, 6:1, 3:6. “Ich hatte meine Chancen und habe sie einfach liegen lassen“, sagte Görges. Zugleich betonte die 22-Jährige, dass sie mit ihrer Leistung nicht unzufrieden ist. “Eine dritte Runde gegen Cibulkova zu verlieren - das kann passieren.“ Auch bei den Großveranstaltungen in Melbourne und Paris hatte Görges in diesem Jahr jeweils nach der dritten Runde das Aus ereilt.

Lisicki blieb zwei Tage nach ihrem überraschenden Sieg über French-Open-Gewinnerin Li Na dagegen auf Kurs. Allerdings hatte die Weltranglisten-62. mit der kleinen Japanerin anfangs mehr Mühe als ihr lieb war. Erst als die Viertelfinalisten von 2009 beim Stand von 5:4 und 0:40 drei Breakbälle abwehrte und den ersten Satzgewinn sicherstellte, diktierte sie klar das Geschehen.

Ein frühes Break zum 2:1 im zweiten Durchgang war dann die Vorentscheidung. “Ich glaube, dass sie hier ziemlich weit kommen kann“, sagte Görges über Lisicki. Von 19 gestarteten Profis des Deutschen Tennis Bundes ist im All England Club nur noch Lisicki in den Einzel-Wettbewerben vertreten. Als drittletzte Akteurin war am Freitag die Darmstädterin Andrea Petkovic gescheitert.

Görges war gegen Cibulkova die aggressivere Akteurin, machte aber zu selten die “Big points“. Obwohl die 22-Jährige deutlich mehr direkte Punkte als die Slowakin schlug, gab sie nach einer Phase der Unkonzentriertheit beim 4:5 den ersten Satz ab.

Unbeeindruckt von dem Rückstand drehte Görges danach auf. Immer wieder rückte die Schleswig-Holsteinerin mutig ans Netz vor, mit sechs Spielgewinnen in Serie holte sie sich in nur 23 Minuten den zweiten Durchgang. Doch anschließend schlichen sich wieder zu viele Fehler in ihr Spiel ein, so dass Cibulkova nach 1:41 Stunden jubeln konnte. Und dies, obwohl die Statistik am Ende eine Bilanz von 35:11 Winner und 12:0 Asse für Görges aufwies. “Es gehört zu einer guten Spielerin, daraus zu lernen“, sagte die Norddeutsche.

Wie Cibulkova sind auch die dänische Weltranglisten-Erste Caroline Wozniacki (6:3, 6:2 gegen die Australierin Jarmila Gajdososva) und die frühere Wimbledon-Siegerin Maria Scharapowa eine Runde weiter. Die Russin gewann gegen die Tschechin Klara Zakopalova mit 6:2, 6:3.

Bei den Herren folgte Titelverteidiger Rafael Nadal dem britischen Hoffnungsträger Andy Murray ins Achtelfinale. Der Spanier bezwang den Luxemburger Gilles Muller mit 7:6 (8:6), 7:6 (7:5), 6:0 und trifft in der Runde der letzten 16 auf den aufschlagstarken Argentinier Juan Martin del Potro.

dpa

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