Wegen Prügelei: WBC sperrt Boxer Chisora

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Der Boxer Dereck Chisora (re.) wurde nach der Prügelei, die er sich bei einer Pressekonferenz nach dem Klitschko-Kampf mit seinem Landsmann David Haye geliefert hat, jetzt vom WBC auf unbestimmte Zeit gesperrt

London - Der britische Boxer Dereck Chisora ist vom Profi-Weltverband WBC auf unbestimmte Zeit gesperrt worden, weil er sich nach der WM-Niederlage gegen Vitali Klitschko eine Prügelei mit Landsmann David Haye geliefert hatte.

Der Weltverband WBC hat Box-Rüpel Dereck Chisora für unbestimmte Zeit suspendiert. „Der WBC verurteilt sein Verhalten, das im Boxen unter keinen Umständen akzeptiert werden kann, und wird so schnell wie möglich handeln, um Geldstrafen und weitere Sanktionen zu verhängen“, kündigte der Verband in einer Stellungnahme an. Im kommenden Monat ist eine Anhörung in London angesetzt. Chisora droht eine Sperre bis zu einem Jahr.

Der Brite Chisora hatte sich nach dem verlorenen Schwergewichtskampf gegen Witali Klitschko eine Auseinandersetzung mit seinem Landsmann David Haye geliefert. Auf der Pressekonferenz lieferten sich beide eine handfeste Schlägerei, die in Chisoras Morddrohung, Haye erschießen zu wollen, gipfelte. Der WBC bezeichnete Chisoras Verhalten als „eines der schlimmsten, das ein Profi-Boxer jemals gezeigt hat“.

Bernd Bönte, Manager der Klitschko-Brüder, begrüßte die Entscheidung des Weltverbandes. „Es ist ein richtiger Schritt des WBC. Schlechter als Chisora sich vor und nach dem Kampf benommen hat, kann man sich nicht benehmen. Der Mann braucht Hilfe von einem guten Psychologen oder Therapeuten“, sagte der 56-jährige dem Sport-Nachrichtensender Sky Sport News HD.

Chisora gab sich nach dem Skandal reumütig und kleinlaut. „Ich habe meine Familie, mein Team und - das ist am schlimmsten - meinen Sport, den ich liebe, im Stich gelassen“, sagte Chisora in der vergangenen Woche: „Ich sehe ein, dass meine Aktionen total unprofessionell waren - mit oder ohne Provokation.“

Sanktionen drohen Chisora nicht nur durch das WBC, auch das Kontrollgremium des britischen Boxverbandes BBBC hat den 28-Jährigen zu einer Anhörung am 14. März geladen. Auch die Münchner Polizei hatte Chisora stundenlang zu den Vorfällen befragt.

sid

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