"Wahnsinn!" Deutscher Youngster fliegt auf Podest

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Richard Freitag in Lillehammer

Lillehammer - Richard Freitag ist beim Skisprung-Weltcup in Lillehammer erstmals in seiner Karriere auf das Podest geflogen.

 Mit seinem zweiten Platz hinter dem Österreicher Andreas Kofler bescherte der 20-Jährige aus Aue den DSV-Springern am Samstag das erste Erfolgserlebnis in der noch jungen Saison und weckte Hoffnungen auf weitere Höhenflüge. “Ich freue mich riesig. Damit hatte ich nicht gerechnet. Das ist Wahnsinn“, sagte Freitag.

Kurz zuvor hatte Melanie Faißt den deutschen Skispringerinnen mit Rang drei eine glänzende Weltcup-Premiere beschert. Die 21-Jährige aus Baiersbronn musste mit Weiten von 88,5 und 93 Metern lediglich der siegreichen Amerikanerin Sarah Hendrickson und Coline Mattel aus Frankreich den Vortritt lassen. “Das ist unglaublich. Ich hätte nie gedacht, so weit vorne reinspringen zu können. Mama und Papa sind sicher stolz“, sagte Faißt.

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Bei schwierigen Bedingungen präsentierte sich Freitag hochkonzentriert und unterstrich, dass der neunte Platz vor Wochenfrist beim Saisonauftakt in Kuusamo keine Eintagsfliege war. Nach Sprüngen auf 95,5 und 103,5 Meter lag der Sachse sechs Punkte hinter Kofler, der bei seinem zweiten Saisonsieg mit 105 Metern im ersten Durchgang den 17 Jahre alten Schanzenrekord des Norwegers Espen Bredesen um einen halben Meter verbesserte.

“Er hat die Nerven bewahrt und einen guten Wettkampf gemacht. Ich bin sehr zufrieden und stolz auf ihn. Das war heute eine tolle Momentaufnahme“, lobte Bundestrainer Werner Schuster den Youngster. In der Weltcup-Gesamtwertung schob sich Freitag mit 109 Punkten auf Rang vier vor. “Ich gehe mit einem Lächeln aus diesem Wettkampf. Jetzt geht es auf die große Schanze, da macht es noch mehr Spaß“, sagte Freitag.

Neben ihm überzeugte auch Maximilian Mechler, der sich als 13. langsam an die Top-Ten-Plätze heran tastet. Michael Neumayer als 17., Severin Freund auf Rang 28 und Andreas Wank als 29. blieben dagegen hinter den Erwartungen zurück. “Schade, dieser Wettkampf hat leider nichts gebracht. Das muss man schnell abhaken“, sagte Freund nach Sprüngen von 91,5 und 77,5 Meter.

Völlig daneben ging der Saisoneinstand von Martin Schmitt. Der 33-Jährige schied mit 76,5 Metern als 50. und Letzter aus. “Ihm hat die Wettkampfroutine gefehlt. Er hat einen kleinen Fehler gemacht und hat dann nicht das nötige Polster unter die Ski bekommen“, sagte Schuster.

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