Nach Forderung des Olympischen Komitees 

Nach Missbrauchsskandal: US-Turnverband reagiert mit drastischer Maßnahme

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Der ehemalige Teamarzt der US-Turnerinnen Larry Nassar vor Gericht.

Der Missbrauchsskandal um den früheren Teamarzt der US-Turnerinnen hat der US-Turnverband nach Forderungen des Olympischen Komitees der USA nun mit einer drastischen Maßnahme reagiert.

München - Als Konsequenz aus dem Missbrauchsskandal um den früheren Teamarzt der US-Turnerinnen hat der gesamte Vorstand des nationalen Turnverbands seinen Rücktritt angekündigt. Der Verband USA Gymnastics erklärte am Freitag, er werde den sechs Forderungen des Olympischen Komitees der USA (USOC) nachkommen. Dieses hatte am Donnerstag unter anderem verlangt, dass die gesamte Verbandsführung bis zum 31. Januar zurücktreten muss.

Drei Vorstandsmitglieder waren bereits am Montag zurückgetreten, nachdem der Verband für seinen Umgang mit dem Fall Larry Nasser kritisiert worden war. Der frühere Teamarzt des Turnverbandes war am Mittwoch in einem Missbrauchsprozess zu 175 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Er soll mehr als 150 Mädchen und Frauen sexuell missbraucht haben. Unter ihnen waren auch Turnerinnen der US-Olympiaauswahl, wie Simone Biles und Aly Raisman.

Zu den Forderungen des nationalen Olympischen Komitees an den Turnverband zählte außerdem die vollständige Kooperation mit einer unabhängigen Untersuchung des Nassar-Skandals sowie die Teilnahme von Verbandsführung und -mitarbeitern an Schulungen zu Sicherheit im Sport und zu Ethik. USOC-Chef Scott Blackmun hatte am Donnerstag betont, die Forderungen seien keine Schuldzuweisung gegenüber einzelnen Mitgliedern des Vorstands. Jedoch brauche der Verband einen "grundsätzlichen Umbau".

AfP

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