Vonn denkt weiter über Start bei Männern nach

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Lindsey Vonn

Salzburg/München - Ski-Rennläuferin Lindsey Vonn hat erneut ihre Absicht bekräftigt, bei der Abfahrt der Männer im kanadischen Lake Louise an den Start gehen zu wollen - mit einer Einschränkung.

Die Amerikanerin betonte, sie werde dafür nicht auf ihre Teilnahme an den Frauen-Rennen an gleicher Stelle verzichten. „Wenn es nicht möglich ist, die Damen-Weltcup-Rennen in Lake Louise zu fahren, dann werde ich definitiv dort auch nicht bei den Männern fahren“, sagte sie dem Sender Servus-TV.

Ein Start ist damit eher unwahrscheinlich. Günter Hujara, im internationalen Ski-Verband FIS Renndirektor für die Männer, hätte gegen einen Start Vonns bei den Männern zwar „keine Bedenken“, hatte jedoch angemerkt, dass sie im Falle einer Teilnahme in Lake Louise (24. November) auf die Rennen der Frauen an gleicher Stelle (30. November bis 2. Dezember) verzichten müsste. Vonn würde damit insgesamt fünf Wettbewerbe im Weltcup der Frauen verpassen: Zwei in Aspen/Colorado, drei in Lake Louise.

„Ich hab noch nichts Konkretes von der FIS gehört, und ich warte auf das, was sie sagen“, erklärte Vonn, die ihre Pläne vorerst nicht aufgeben will. Aber: „Das muss einfach vorher geklärt sein, dass ich trotzdem bei den Damen fahren kann.“ Laut Hujara wird sich die FIS erst mit dem Thema befassen, wenn der US-Verband bei ihr einen entsprechenden Antrag einreicht. Das entscheidende Gremium tritt am 3. November in der Schweiz zusammen. Der US-Verband hat sich aber bislang skeptisch geäußert.

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„Es ist ein Lebensziel für mich, einmal mit den Männern zu fahren, und ich denke, Lake Louise ist das beste Rennen für mich, weil ich die Strecke dort kenne. Auf den anderen Männerstrecken habe ich keine Chance, weil ich die noch nie gefahren bin“, sagte Vonn. Mit dem Medienecho, das sie mit ihrem Vorhaben auslöste, hat die vierfache Weltcup-Gesamtsiegerin angeblich nicht gerechnet: „Ich wollte nur anfragen und klären, welche Schritte zu unternehmen wären - und jetzt ist es plötzlich eine Riesengeschichte.“

Maria Höfl-Riesch wünscht der Rivalin jedenfalls viel Glück. „Zuerst dachte ich, dass muss eine Zeitungsente sein. Warum sollte sie das tun?“, sagte sie im Gespräch mit dem Magazin Focus. Vonn habe ihr aber inzwischen in einer Mail alles erklärt: „Für sie war es ein reizvoller Gedanke, bei den Männern zu starten. Wie ein Traum - ihr ganz persönlicher American Dream.“ Falls sich Vonn diesen Traum tatsächlich erfülle, so Höfl-Riesch, wünsche sie ihr viel Glück: „Vielleicht zeigt sie es den Jungs mal so richtig!“.

sid

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