Schafscheren soll olympisch werden

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Sebastian Vettel (l.) beim Schafscheren

Wellington - Formel 1, Golf und Dart: Es gibt viele Bewerber um einen Platz in der olympischen Familie. Nun ist ein weiterer hinzugekommen: Schafscheren!

Der Verband der neuseeländischen Schafscherer hat offiziell sein Interesse bekundet, in den erlauchten Kreis aufgenommen zu werden. Vor der WM in Masterton/Neuseeland (29. Februar bis 3. März) gehen die Hochleistungsschäfer in die Offensive.

„Die besten Scherer sind Athleten, die nun ein anderes Level brauchen“, sagte Jeanette Maxwell vom Farmerverband und verweist auf die Leistungen der Sportler. In Neuseeland, Heimat von 4,4 Millionen Menschen und 40 Millionen Schafen, scheren die Besten 700 Schafe in acht Stunden und legen dabei die Distanz von zwei Marathonläufen zurück.

„Vielleicht können wir ja als Demonstrationssportart bei den Commonwealth Games teilnehmen. Wenn nicht, versuchen wir es direkt bei Olympia“, sagte Maxwell. In Neuseeland ist das Schafscheren längst als offizieller Sport anerkannt. Für Verletzungen, die dem Schaf bei der Rasur zugefügt werden, gibt es übrigens drastische Punktabzüge.

Einen prominenten Amateurscherer gibt es auch in Deutschland. Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel versuchte sich vor dem Rennen in Melbourne mit dem Highspeed-Rasierer in der Hand. „Ich habe so etwas zum ersten Mal gemacht. Jeder kennt das, aber es selber zu machen, ist schon noch mal was anderes - vor allem, sich vorzustellen, wie das Schaf ohne Wolle aussieht“, hatte der Heppenheimer damals gesagt.

Als Rennfahrer stehen seine Chancen auf eine Olympiateilnahme schlecht - vielleicht rasiert sich Vettel bald zur Goldmedaille.

sid

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