Vettel sieht sich selbst als Favorit

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Sebastian Vettel hat viel Selbstbewusstsein.

Köln - Weltmeister Sebastian Vettel geht zuversichtlich in die in zwei Wochen beginnende Formel-1-Saison und sieht sich selbst als klarer Favorit.

In einem Interview der Welt am Sonntag antwortete der 24-Jährige auf eine entsprechende Frage: „Ja, es gibt unter diesen Vorzeichen keine andere Antwort auf diese Frage.“

Sein Ehrgeiz sei in jedem Fall ungestillt. „Es ist mir wichtig, immer zu gewinnen und zwar überall. Wenn das nicht klappt, stinkt mir das“, sagte er: „Ich bin nun mal so gepolt, dass ich immer und überall der Erste sein will. Ob das morgens beim Hotellift das Bedürfnis ist, dass ich als Erster von allen Fahrgästen den Liftknopf drücke, oder bei jeder Art von Sport - egal, ich will der Erste sein. Manchmal muss ich mich dabei selbst zur Ordnung rufen, weil es mir komisch oder bizarr vorkommt. Aber es ist nun mal so.“

Siege in der Formel 1 sind für den zweimaligen Weltmeister, der am Sonntag den letzten Testtag in Barcelona absolvierte, das schönste Gefühl überhaupt. „Ganz oben auf dem Podium zu stehen, ist unschlagbar und emotional durch nichts zu ersetzen“, meinte er: „Wenn man bei einem Grand-Prix-Wochenende nach drei Tagen harter Arbeit belohnt wird, ist das für mich auf der Welt mit nichts vergleichbar. Es ist wie ein Rausch oder ein großer Glücksmoment und so was. Dieses Gefühl möchte ich immer wieder spüren.“

Grundlage für Vettels Erfolge ist auch sein Perfektionismus. „Ich weiß nur, dass ich nach einem Arbeitstag an der Strecke niemals frühzeitig ins Hotel oder nach Hause fahren würde, selbst wenn es nur ein kleiner Test ist“, erklärte er: „Wenn irgendetwas schiefgeht oder nicht funktioniert, will ich mir nicht selbst vorwerfen müssen, dass ich im Vorfeld nicht alles getan hätte, um das zu verhindern. Wenn der Motor hochgeht, kann ich am Ende daran nichts ändern. Aber ich würde mich trotzdem elend fühlen, weil ich mir überlegen würde, was ich hätte unternehmen können, um es zu verhindern. Nur wenn ich der Überzeugung bin, dass ich wirklich alles gemacht habe, kann ich mit einem guten Gewissen aus dem Auto springen.“

sid

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