Bob verwechselt: Skurriler Lapsus bei WM

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St. Moritz - Die russischen Bobpiloten Alexander Kasjanow und Alexej Stulnew haben sich eine folgenreiche Verwechslung bei der Zweierbob-WM in St. Moritz geleistet.

Die beiden vertauschten am Samstag unabsichtlich ihre Schlitten. Dafür wurden sie vom Weltverband FIBT nach dem zweiten Durchgang von insgesamt vier Läufen disqualifiziert. Kasjanow, der mit Anschieber Maxim Belugin fuhr, lag vor der Disqualifikation auf Rang 15. Stulnew (Anschieber Alexej Woewoda) war 21.

Prächtig lief es dagegen für den deutschen Shootingstar Francesco Friedrich (Oberbärenburg) - er greift bei der Bob-WM nach Gold. Der 22-Jährige und Anschieber Jannis Bäcker liegen im Zweier-Wettbewerb „bei Halbzeit“ 0,35 Sekunden vor dem Schweizer Lokalmatator Beat Hefti und gehen als große Titelfavoriten in die beiden finalen Durchgänge am Sonntag. „Wir haben zwei blitzsaubere Starts hingelegt, alles hat gepasst“, sagte der Junioren-Weltmeister. Angst, über Nacht zu sehr ins Grübeln zu kommen, hat Friedrich keine: „Absolut nicht! Ich bin ja auch schon ein bisschen im Geschäft.“

Für Thomas Florschütz (Riesa) war es dagegen ein WM-Auftakt zum Vergessen. Der 34-Jährige verspielte mit zwei groben Fahrfehlern in beiden Durchgängen nicht nur eine bessere Platzierung als Rang sechs, er verlor auch seinen Top-Anschieber Kevin Kuske. Der Potsdamer zog sich beim ersten Start einen Muskelfaserriss im Sitzbein zu und fällt für den Rest der WM aus. Schon im zweiten Durchgang saß Ersatz-Anschieber Andreas Bredau in Florschütz' Zweierbob. „Das war der Supergau: ein beschissener Lauf und ein verletzter Bremser“, sagte Florschütz völlig enttäuscht. Dass ihm nur 16 Hundertstelsekunden auf den drittplatzierten Steven Holcomb (USA) fehlen, konnte den Olympia-Zweiten nicht trösten: „Bronze will ich eigentlich nicht.“

Der Oberhofer Maximilian Arndt liegt auf Rang acht (+1,12). Vor allem wegen seiner schwachen Startzeiten dürfte der Vierer-Europameister nicht mehr in den Kampf um die Medaillen eingreifen können.

dpa/sid

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