Verfolgung: Fourcade holt sein zweites Gold

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Martin Fourcade holt in Ruhpolding schon sein zweites WM-Gold

Ruhpolding - Martin Fourcade hat am Sonntag bei der Biathlon-Weltmeisterschaft in Ruhpolding auch das Verfolgungsrennen gewonnen. Die deutschen Skijäger gehen leer aus.

Schadensbegrenzung statt Medaillen: Die deutschen Biathleten stehen nach den ersten beiden Einzelrennen bei der Heim-WM in Ruhpolding mit leeren Händen, aber mit vielen offenen Fragen da. Nach dem Debakel im Sprint mit dem dreifachen Saisonsieger Andreas Birnbacher als bestem DSV-Skijäger auf Platz 16 schob sich im Verfolgungsrennen Simon Schempp als Neunter zumindest unter die Top Ten. Von den Leistungen des überragenden Doppel-Weltmeisters Martin Fourcade aus Frankreich sind die deutschen Athleten allerdings meilenweit entfernt.

„Es konnte nur um Schadensbegrenzung gehen. Fürs Podest wäre die Null notwendig gewesen. Wir wollten für den Kopf ein gutes Rennen machen. Das haben wir geschafft, es war ein Rennen auf Augenhöhe“, sagte Männer-Trainer Mark Kirchner: „Es ist nicht dramatisch, aber unser Anspruch ist nach dem Saisonverlauf natürlich an anderer. Es ist nicht alles optimal gelaufen.“

DSV-Sportdirektor Thomas Pfüller hatte zwar betont: „Noch kommt keine Hektik auf.“ Doch erste „Krisengespräche“ sind bereits geführt worden: „Mit dem Resultat können wir nicht zufrieden sein“, sagte Pfüller.

Arnd Peiffer, der im Sprint am Samstag als Titelverteidiger nur Platz 37 belegte hatte, kämpfte sich trotz dreier Schießfehler im Verfolger um 20 Plätze nach vorne und schöpfte wieder Mut: „Das war ein Rennen fürs Selbstbewusstsein. Es ging deutlich besser auf der Strecke und auf der letzten Runde konnte ich noch ein paar Plätze gut machen.“

Sprint-Weltmeister Martin Fourcade aus Frankreich war erneut nicht zu schlagen und verteidigte in 33:39,4 Minuten bei vier Schießfehlern seinen Titel von 2011 vor dem Schweden Carl Johan Bergman (5,2 Sekunden zurück/2 Fehler) und dem Russen Anton Schipulin (22,1/1) erfolgreich.

Schempp ließ nur im zweiten Schießen zwei Scheiben stehen und kämpfte sich bis auf Rang neun vor. „Heute ging es deutlich besser als gestern. Die zwei Fehler im Schießen waren ärgerlich, aber mit dem neunten Platz kann ich zufrieden sein“, sagte Schempp, der auch Birnbacher (Schleching/3) hinter sich ließ. „Heute war es schon wieder besser, ich hatte super Material. Ärgerlich war, dass ich immer die letzten Schüsse daneben gesetzt habe“, sagte Birnbacher nach Platz zwölf: „Im Einzel greifen wir wieder an.“

Michael Greis (Nesselwang/3) war nach Rang 23 zufrieden: „Ich hätte vor ein paar Wochen gar nicht daran gedacht, dass ich zwei so gute Rennen mache. Ob ich beim Einzel dabei bin, ist mir schon fast egal“, sagte der Dreifach-Olympiasieger von 2006. Florian Graf (Eppenschlag/4) belegte Platz 38.

sid

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