Über 200 Meter

Usain Bolt läuft Weltjahresbestzeit

+
Usain Bolt hat sein erstes 200-m-Rennen der Saison gewonnen

Oslo - Usain Bolt ist wieder da. Nach seiner Niederlage über 100 Meter in Rom siegte in starker Manier in Oslo über 200 Meter. Auch die deutschen Leichtathleten hatten etwas zu feiern.

Usain Bolt hat das Siegen nicht verlernt. Eine Woche nach seiner 100-m-Niederlage von Rom gegen Justin Gatlin (USA) gewann Jamaikas Leichtathletik-Weltstar sein erstes 200-m-Rennen der Saison. Bei der Diamond League in Oslo lief der sechsmalige Olympiasieger bei regnerischer und kühler Witterung in guten 19,79 Sekunden Jahres-Weltbestzeit. Allerdings hatte er optimalen Rückenwind mit 1,7 m/Sekunde und in dem zweitplatzierten Norweger Jaysuma Saidy Ndure (20,36) einen Gegner, der ihm keine Angst machte. Bisher hatte Bolts Landsmann Nickel Ashmeade in 20,00 Sekunden die Saisonbestmarke gehalten.

„Ich hatte nie Bedenken, achtete auf keinen neben mir, sondern nur auf mich“, sagte Bolt im Ziel und bilanzierte: „Ich bin zufrieden, nun geht“s zum Training zurück nach Jamaika.„ Zuletzt ließ er noch wissen: `Mein Traum ist es, über 200 m die 19-Sekunden-Barriere zu durchbrechen.“

Deutsche inzwischen mit neun Siegen in der Königsklasse 2013

Die Deutschen setzten ihre beeindruckende Serie von nunmehr neun Siegen in der Königsklasse 2013 fort. Erst wiederholte die Weltranglisten-Zweite Christina Schwanitz im zweiten 20-m-Wettkampf ihrer Karriere den Kugelstoß-Erfolg von Shanghai. Dort stieß die Hallen-Europameisterin 20,20 m, nun 20,10 m. Dann holte sich im Stabhochsprung die Leverkusener Olympiavierte Silke Spiegelburg im Stechen mit 4,65 m den Sieg gegen die Griechin Nikoleta Kyriakopoulou (4,60) und schaffte erstmals die WM-Norm für Moskau (10. bis 18. August). Im regulären Wettkampf waren beide 4,60 m gesprungen.

In dieser Saison hatten zuvor Speerwerferin Christina Obergföll (Offenburg) bei allen drei Starts in der Königsklasse triumphiert, je einmal waren der Berliner Diskus-Olympiasieger Robert Harting (Eugene/USA), der Chemnitzer Kugelstoß-Weltmeister David Storl und der Zweibrücker Stab-Olympiadritte Raphael Holzdeppe (jeweils Rom) erfolgreich gewesen.

Den deutschen Doppelsieg im Kugelstoßen machte Nadine Kleinert (Magdeburg) mit 18,76 m perfekt. Enttäuschende Siebte mit dem Stab wurde die Neubrandenburger WM-Zweite Martina Strutz mit 4,30 m. Ex-Europameisterin Verena Sailer (Mannheim) wurde zwar nur Fünfte im 100-m-Lauf, den die Bulgarin Ivet Lalova in 11,04 Sekunden gewann, lief in 11,24 jedoch erstmals die WM-Norm.

Zum Auftakt war der Magdeburger Weltranglisten-Fünfte Martin Wierig Vierter im Diskuswerfen geworden. Bei Schauern und Temperaturen um 15 Grad landete er mit 63,92 m deutlich hinter dem estnischen Sydney-Olympiasieger Gerd Kanter (65,52). Für den Flop des Tages sorgte der Peking-Olympiazweite Piotr Malachowski. Fünf Tage nach den sensationellen 71,84 m von Hengelo/Niederlande beim Erfolg über Olympiasieger Harting schied der Pole mit drei ungültigen Versuchen aus. Harting war in Oslo nicht am Start.

Welt-Jahresbestzeit lief über 1500 m die Äthiopierin Meseret Defar in 14:26,90 Minuten. Die Olympiazweite Caterine Ibarguen (Kolumbien) verfehlte als Dreisprung-Siegerin mit 14,81 m die Jahres-Weltbestmarke um vier Zentimeter.

SID

Kommentare