Fünf-Satz-Sieg über Moers

Haching gewinnt Volleyballpokal

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Haching General (l.) holte sich zum vierten Mal den Volleyballpokal.

Köln - Generali Haching darf wieder jubeln. Die Hachinger holten gegen Moers ihren vierten Pokaltitel. In spannenden fünf Sätzen rang die Mannschaft von Mihai Paduretu Moers in nieder.

Nach einem Final-Krimi hat Generali Haching zum vierten Mal den deutschen Volleyball-Pokal gewonnen. Die Mannschaft von Trainer Mihai Paduretu besiegte in ihrem fünften Endspiel in Serie den Moerser SC am Sonntag mit 3:2 (25:19, 23:25, 18:25, 25:22, 15:10). Beide Teams boten den 10 100 Zuschauern in der Gerry-Weber-Arena in Halle/Westfalen über 121 Minuten Spielzeit einen großen Kampf.

Mittelblocker Tim Broshog vom Moerser SC zeigte sich enttäuscht. „Es war ein geiles Gefühl, mit 2:1-Sätzen zu führen. Aber am Ende fehlte uns das letzte Quentchen Glück, um die Sensation zu schaffen.“ Der Hachinger Simon Hirsch meinte erleichtert: „Am Ende haben wir über den Teamgeist gewonnen. Wir haben mehr Emotionen gezeigt.“

Der Schweriner SC verteidigte bei den Frauen seinen Titel. Das Team des niederländischen Trainers Teun Buijs bezwang nach 79 Minuten Endspiel-Neuling VC Wiesbaden mit 3:0 (25:20, 25:20, 25:17). 2012 hatte Schwerin gegen die Roten Raben aus Vilsbiburg mit 3:1 die Oberhand behalten. „Der Bessere hat gewonnen“, urteilte Wiesbadens Managerin Nicole Fetting nach dem umkämpften Finale.

Das Endspiel der Männer bot richtigen Nervenkitzel. Die Hachinger konnten den ersten Satz für sich entscheiden, ehe der Moerser SC aufdrehte. Die Mannschaft aus Nordrhein-Westfalen entschied die Durchgänge zwei und drei für sich.

Doch die Bayern kämpften sich zurück und behielten im 4. Satz die Oberhand. Die Spannung stieg vor dem entscheidenden letzten Durchgang, in dem die Hachinger dann mit 15:10 alles klar machten.

Moers verpasste nach 1991 und 1993 seinen dritten Pokal-Erfolg. Für Hachings Patrick Steuerwald war es eine ganz besondere Partie. Der Zuspieler war schon an den ersten zwei Erfolgen der Bayern 2009 sowie 2010 beteiligt gewesen und feierte am Finaltag seinen 27. Geburtstag. „Bislang stand ich zweimal in Halle im Finale und habe noch nie verloren“, hatte Steuerwald vor dem Endspiel gesagt.

Für Bundesliga-Spitzenreiter Schweriner SC war es der fünfte DVV-Pokal-Erfolg. Die ersten beiden Sätze waren noch umkämpft. Doch im entscheidenden Abschnitt zeigten die Mecklenburgerinnen ihre ganze Klasse. „Wir waren zwar der große Favorit, doch es kann immer etwas schief gehen“, sagte Schwerins Spielführerin Denise Hanke. „Aber wir haben dem Druck standgehalten.“

Die erleichterte Libera Lisa Thomsen meinte: „Besser hätte es nicht laufen können.“ In den ersten beiden Sätzen hätte der SC zwar Mühe gehabt, sagte sie. „Im dritten Satz konnten wir es zum Glück etwas deutlicher machen.“

dpa

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