Feuerfalle: Ultramarathonläufer schwer verbrannt

Sydney - Acht Ultramarathonläufer sind in Australien in einer Schlucht in eine Feuerfalle geraten und nur knapp entkommen. Zwei Frauen erlitten schwere Verbrennungen und schweben immer noch in Lebensgefahr.

Zwei Frauen im Alter von 35 und 24 Jahren erlitten am vergangenen Freitag in Westaustralien schwerste Verbrennungen. Sie schwebten am Montag noch in Lebensgefahr, berichtete der australische Sender ABC.

Ein weiterer Läufer mit leichteren Brandwunden sprach von seinem Krankenhausbett in Perth aus mit dem Sender. Er berichtete, dass die acht Läufer in der Schlucht beim El Questro Resort in der abgelegenen Kimberly-Region 3000 Kilometer nördlich von Perth plötzlich von Feuer umgeben waren. “Wir mussten schnell entscheiden, ob wir als menschlicher Feuerball verbrennen oder zurück durch die Feuerwand rennen wollten“, sagte Michael Hull (44). “Wir wussten, dass auf der anderen Seite der Feuerwand nichts war, was brennen konnte.“

Die Läufer waren auf einem 100-Kilometer-Marathon. Insgesamt nahmen 40 Läufer daran teil. Veranstalter RacingThePlanet brach das dreitägige Rennen nach dem Unglück ab. Die Polizei untersucht, ob das Feuer mit Absicht gelegt worden war.

dpa

Rubriklistenbild: © Christian Röwekamp/dpa/tmn (Symbolbild)

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