Ullrich hofft auf deutsches Rad-Team

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Jan Ullrich hofft auf ein deutsches Elite-Radsport-Team.

Boulogne-sur-Mer - Ex-Profi Jan Ullrich findet „die Idee super, dass ein Sponsor vielleicht dem Radsport in Deutschland wieder eine Chance geben“ will.

In seinem Blog bei „eurosport.yahoo.de“ bezog sich der Tour-de-France-Sieger von 1997 damit auf die bekanntgewordenen Bestrebungen der Pharma- und Kosmetikmarke „Alpecin“, im kommenden Jahr ein Elite-Radsport-Team auf die Beine zu stellen.

Das Bielefelder Unternehmen will nach dpa-Informationen zusammen mit dem US-Radhersteller „Trek“ und weiteren, kleineren Sponsoren groß investieren. Es ist von einem Jahresetat von rund 15 Millionen Euro die Rede. Damit würde die neue Formation, wenn sie denn zustande kommt, zumindest finanziell in einer Liga mit den Topteams RadioShack-Nissan (Luxemburg) oder Sky (Großbritannien) spielen.

Die Gewinner der Tour de France seit 1989

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Das deutsche Potenzial an Fahrern sei laut Ullrich, der „Alpecin“ seit Februar als „Repräsentant“ dient, „riesig“. Der Ex-Profi mit der Doping-Vergangenheit gibt dem Finanzier gute Chancen, sein Image zu steigern. „Ich glaube, der Sponsor, der als erster wieder in den Radsport groß einsteigt, würde eben auch eine große Aufmerksamkeit bekommen - und für seinen Mut belohnt werden“, meinte Ullrich.

Die Galionsfiguren der neuen Mannschaft, die 2013 am Tourstart stehen will, sollen die Luxemburger Profis Andy und Frank Schleck, der Berliner Routinier Jens Voigt und Linus Gerdemann sowie als Sportchef Kim Andersen (Dänemark) sein. Alle sind zur Zeit noch bei RadioShack-Nissan unter Vertrag, aber nur Voigt und Frank Schleck sind bei der aktuellen Tour dabei.

dpa

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