Überraschungserfolg: für die deutschen Handballer

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Der Pole Karol Bielecki (vorne) versucht den deutschen Handballer  Stefan Kneer zu blocken.

Danzig - Die deutschen Handballer haben mit einem couragierten Auftritt ein Achtungszeichen gesetzt. Zwei Monate vor der WM-Qualifikation gelang ein Sieg gegen Polen.

Überraschungserfolg zum Auftakt der Drei-Länderspiel-Woche: Die ersatzgeschwächten deutschen Handballer haben am Montag in Danzig überraschend das Länderspiel gegen Gastgeber Polen mit 28:26 (15:15) gewonnen. Vor der Rekordkulisse von 10 500 Zuschauern in der Ergo Arena war Uwe Gensheimer mit sieben Toren bester deutscher Torschütze.

Mit dem couragierten Auftritt revanchierte sich das Team von Bundestrainer Martin Heuberger für die 32:33-Niederlage bei der EM in Serbien. Dominik Klein warf zwei Sekunden vor Schluss das Tor zum Endstand bei dem Prestigeerfolg. Am Karfreitag (17.00 Uhr) in Herning und Ostersamstag (15.00 Uhr) in Flensburg trifft die deutsche Nationalmannschaft auf Europameister Dänemark. Auch die Partien dienen der Vorbereitung auf die WM-Qualifikation im Juni gegen Bosnien-Herzegowina.

Martin Heuberger war zum Auftakt der Drei-Länderspiel-Woche zum Experimentieren gezwungen. Nach dem Nationalmannschafts-Rücktritt des Kieler Rechtsaußen Christian Sprenger stand auch dessen Nachfolger Patrick Groetzki nicht zur Verfügung und wird auch für die Partien gegen Dänemark wegen Kniebeschwerden fehlen. Für ihn nominierte Bundestrainer Martin Heuberger Johannes Sellin von den Füchsen Berlin nach, der zuletzt bei seinem Auswahl-Debüt gegen Island (33:22) überzeugt hatte.

Zudem fiel kurzfristig im rechten Rückraum Andreas Rojewski aus. Der Magdeburger, der noch am Samstag mit acht Toren im Bundesliga-Spiel gegen den deutschen Meister HSV Hamburg geglänzt hatte, musste wegen einer Sehnenentzündung unter dem Fuß absagen. Auch er kann nicht gegen den Europameister mitspielen. Der Bundestrainer verzichtete jedoch auf einen Nachrücker.

Außerdem kann Heuberger gegen Dänemark am Karfreitag und Ostersamstag wieder auf Adrian Pfahl zurückgreifen. Der Gummersbacher wird an diesem Dienstag ebenso wie die gleichfalls geschonten Berliner Silvio Heinevetter und Sven-Sören Christophersen zur Mannschaft stoßen.

Nach einer erholsamen Nacht im Fünf-Sterne-Hotel „Dwor Oliwski“, in dem sich auch die deutsche Fußball-Nationalmannschaft während der EM im Sommer einquartieren wird, trainierten die Handballer für das Spiel am Abend in der Ergo Arena. Vor der Rekordkulisse für Handballspiele in Polen trat das deutsche Team trotz personeller Sorgen selbstbewusst auf. Linksaußen Gensheimer sorgte für eine 3:1-Führung (6.).

Gegen die körperlich starken Gastgeber setzte die DHB-Auswahl durch die Regisseure Martin Strobel und Steffen Weinhold spielerische Akzente. Die Polen, für die die Partie der letzte Test vor dem Olympia-Qualifikationsturnier am Wochenende gegen Spanien, Serbien und Algerien war, kamen nicht wie gewollt zum Zuge.

So führte der Gast immer wieder und ging mit einem 15:15 in die Pause. Nach Wiederanpfiff bestimmte weiter die deutsche Mannschaft das Geschehen und baute beim 21:18 (45.) den Vorsprung auf drei Tore aus. In einem packenden Finale sicherten Lars Kaufmann und Klein nach dem 26:26 (59.) den Sieg für die DHB-Auswahl.

dpa

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