Trotz Sperre: Contadors Karriere soll weitergehen

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Alberto Contador möchte seine Radkarriere fortsetzen.

Pinto - Gerade erst wurde Radprofi Alberto Contador wegen eines Dopingvergehens eine zweijährige Sperre aufgebrummt. Doch ans Aufhören denkt der Spanier nicht.

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Radprofi Alberto Contador will trotz der zweijährigen Dopingsperre seine Karriere fortsetzen. Das erklärte der Spanier am Dienstagabend bei einer Pressekonferenz in Pinto/Spanien. Contador, der am Montag vom Internationalen Sportgerichtshof CAS wegen einer positiven Dopingprobe bei der Tour de France 2010 mit einer zweijährigen Sperre belegt worden war, erklärte, dass er „die Sperre nicht versteht“ und „echte Qualen“ leidet.

Er erwäge auch, seine Dopingsperre anfechten zu lassen. “Wir werden bis zum Ende weiterkämpfen“, sagte der Spanier. “Meine Anwälte prüfen, welche Möglichkeiten es gibt. Aber ich habe ihnen schon gesagt, dass ich weiterkämpfen will.“

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Der Tour-de-France-Sieger war am Montag nach 18-monatigem Verfahren vom Internationalen Sportgerichtshof CAS des Clenbuterol-Dopings für schuldig befunden und insgesamt für zwei Jahre gesperrt worden. Dagegen ist im Grundsatz nur ein Einspruch vor dem Schweizer Bundesgericht möglich.

Contador will seine Karriere nach Ablauf seiner Doping-Sperre fortsetzen. “Ich werde zu 100 Prozent weitermachen“, betonte er. Damit nahm er seine Ankündigung aus dem Vorjahr zurück, im Falle einer Verurteilung seine Karriere zu beenden. Seine Sperre läuft am 5. August dieses Jahres ab. Contador sprach von einer “Ungerechtigkeit“ und beteuerte erneut, er habe nicht bewusst manipuliert. Unterstützung erhält Contador von Saxo-Bank-Teamchef Bjarne Riis, der zu „100 Prozent“ hinter seinem Schützling steht.

sid/dpa

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