Tour de Suisse: Soler nach Horrorsturz im künstlichen Koma

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Juan Mauricio Soler wurde nach seinem schweren Sturz bei der sechsten Etappe der Tour de Suisse nun ins künstliche Koma versetzt.

St. Gallen - Der am Donnerstag bei einem Unfall schwer verletzte Radprofi Juan Mauricio Soler ist auf der Intensivstation des Krankenhauses von St. Gallen ins künstliche Koma versetzt worden.

Der 28-jährige Kolumbianer erlitt bei seinem Sturz nach etwa zehn Kilometern der 6. Etappe der Tour de Suisse eine Schädelfraktur, den Bruch eines Sprunggelenks und leidet unter Lungenproblemen, weshalb er künstlich beatmet werden muss. Sein Zustand sei stabil, hatten am Abend nach dem Unfall die Veranstalter mitgeteilt. Vor fünf Wochen war der Belgier Wouter Weylandt beim Giro d'Italia bei einem Sturz tödlich verunglückt. Er hatte schwere Kopfverletzungen erlitten.

Der Sturz von Soler, der am Pfingstsonntag die 2. Etappe gewonnen hatte, danach einen Tag im Gelben Trikot fuhr und Platz zwei des Gesamtklassements innehatte, ereignete sich in der Gemeinde Sirnach. Da das Schweizer Fernsehen zu dieser Zeit die Übertragung noch nicht gestartet hatte, gibt es keine Bilder vom Unfall des Movistar-Fahrers. Der genaue Hergang ist noch nicht völlig geklärt.

Nach Auskunft von Rennleiter Beat Zberg stieß Soler mit einem Zuschauer zusammen, der sich dabei leicht verletzte. Als Erste waren die Tour-Ärzte Thorsten Hammer und Roland Kretsch bei dem Unfallopfer. Sie hatten Soler bewusstlos vorgefunden. Er habe aus dem linken Ohr geblutet und unter Atemproblemen gelitten, meldete am Freitag der Internetanbieter “Radsport-Live“. Bei einem schweren Schädel-Hirntrauma könnten die Ärzte noch keine Entwarnung geben, die Lage sei weiterhin ernst, hieß es weiter.

dpa

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