Wikinger erobern die Tour

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Edvald Boasson Hagen fährt für das Team Sky.

Lisieux - Den Sieg bei der sechsten Etappe der Tour de France - die längste der 98. Frankreich-Rundfahrt - hat sich der Norweger Edvald Boasson Hagen gesichert. Auch das Gelbe Trikot ist in norwegischen Händen.

Der Norweger Edvald Boasson Hagen hat am Mittwoch die 6. und längste Etappe der Tour de France von Dinan nach Lisieux vor dem Australier Matthew Goss gewonnen.

Hagens Landsmann Thor Hushovd verteidigte zum vierten Mal sein Gelbes Trikot. Im Gesamtklassement führt er weiter mit einer Sekunde vor Ex-Weltmeister Cadel Evans (Australien) und vier Sekunden vor Frank Schleck (Luxemburg).

Die mit kleinen Steigungen gespickte Etappe, mit 226,5 Kilometern der längste Tagesabschnitt der diesjährigen Tour, verlief ruhiger als die des Vortages. Stürze waren diesmal nicht an der Tagesordnung, obwohl auch wieder einige Profis zu Boden gingen. Der Ausreißer Adriano Malori aus Italien wurde erst 2700 Meter vor der Ziellinie vom jagenden Feld gestellt.

Die Gewinner der Tour de France seit 1989

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Der Vortagessieger Mark Cavendish musste schon früh seine Hoffnungen auf eine Wiederholung seines Coups begraben. Auf dem welligen Terrain musste er der Anstrengung vom Mittwoch Tribut zollen. Im Finale hatte er Schwierigkeiten, dem enorm hohen Tempo des Feldes zu folgen, obwohl er beim Zwischensprint in Vassy noch schnellster des Fahrerfeldes auf der Verfolgung von fünf Ausreißern war. Damit gingen dem Briten vom HTC-Highroad-Team wieder wertvolle Punkte im Kampf um das Grüne Trikot verloren.

Der Amerikaner Levi Leipheimer verlor nach einem Sturz im Ziel 1:05 Minuten auf den Tagessieger. Damit musste Andreas Klödens RadioShack-Team nach dem Ausfall von Janez Brajkovic am Vortag den zweiten schweren Schlag innerhalb von 24 Stunden hinnehmen.

dpa

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