Slowake triumphiert

Tour de France: Sagan gewinnt dritte Etappe

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Peter Sagan hat die dritte Etappe der Tour de France gewonnen.

Boulogne-sur-Mer - Peter Sagan hat seinen zweiten Tagessieg gefeiert und Tony Martin die nächste Etappe seines Leidenswegs bei der 99. Tour de France gemeistert.

Der verletzte Zeitfahr-Weltmeister passierte die Ziellinie der 3. Etappe, die wieder von Massenstürzen im Finale überschattet war, lange nach dem Tagessieger aus der Slowakei. Der Träger des Grünen Trikots setzte sich am Dienstag nach 197 Kilometern auf der 700 Meter langen und stark ansteigenden Zielgeraden in Boulogne-sur-Mer unwiderstehlich gegen den Norweger Edvald Boasson-Hagen und Landsmann Peter Velits durch.

Er feierte seinen überlegenen Erfolg - den bereits 15. in dieser Saison - mit einem angedeuteten Disko-Tanz im Sattel. Prolog-Sieger Fabian Cancellara (Schweiz), Vierter der Tageswertung, verteidigte sein Gelbes Trikot ohne Probleme - obwohl es auch auf der Zielgerade zu einem Massensturz kam.

Die Gewinner der Tour de France seit 1989

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Wie am Vortag fuhr Martin fast gemütlich hinten im Feld. Er biss auf die Zähne. Seine gebrochene linke Hand, wieder mit einer Kunststoffmanschette geschützt und fixiert, schmerzte vom ersten bis zum letzten Tritt der fünfstündigen Schinderei. An Martins Seite fuhr meist der ebenfalls verletzte Spanier Luis-Leon Sanchez.

Da ging es dem Tour-Debütanten Marcel Kittel schon besser, obwohl er auch am Dienstag hinterherfuhr. Der 24-jährige Arnstädter hatte am Vortag über heftige Magenschmerzen geklagt und konnte nicht in die Spurt-Entscheidung in Tournai eingreifen. „Heute ging es Marcel besser. Er hat gut geschlafen und normal gefrühstückt. Vielleicht ist er am Mittwoch im Sprint wieder dabei“, erklärte Argos-Shimano-Teamsprecher Bennie Ceulen vor dem Start in Orchies. Aber da ist vielleicht der Wunsch Vater des Gedankens.

Auf jeden Fall hat sich André Greipel, am Montag knapp von Weltmeister Mark Cavendish bezwungen, die in Rouen endende 4. Etappe wieder rot im Kalender angestrichen.

Schon nach vier Kilometern waren am Dienstag fünf Fahrer ausgerissen, die auf dem Klassikerkurs im nördlichsten Zipfel Frankreichs ihre Chance suchten. Aber auf den letzten 25 Kilometern standen sie bei dem ständigen Auf und Ab auf verlorenem Posten gegen ihre Verfolger. Auch die reinen Sprinter hatten mit der Entscheidung nichts zu tun. Vier Anstiege auf den letzten 16 Kilometern waren zuviel für sie.

dpa

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