Toter Tischtennisspieler für Saison gemeldet

Bremen - In Bremen sorgt die Meldung eines toten Spielers für die Tischtennis-Verbandsliga für Aufsehen. Der Neurönnebecker TV soll den längst verstorbenen Tschechen gelistet haben.

In Bremen sorgt die Meldung eines toten Spielers für die Tischtennis-Verbandsliga für Aufsehen. Der Deutsche Tischtennis-Bund (DTTB) bestätigte am Montag, dass der Neurönnebecker TV einen längst nicht mehr lebenden Tschechen auf die Meldeliste für die Saison 2012/2013 gesetzt habe. „Laut tschechischem Verband ist der fragliche Spieler seit fünf Jahren tot“, berichtete eine DTTB-Sprecherin.

Der DTTB sei eingeschaltet worden, weil der Verdacht bestehe, Neurönnebecks Teammanager Gerhard Richter habe vom Tod des Akteurs gewusst. Der „Weser-Kurier“ hatte am Wochenende berichtet, zwei ehemalige Spieler des Clubs hätten Richter entsprechend belastet. Der Teammanager weist die Vorwürfe als „üble Nachrede und Verleumdung“ zurück.

Hintergrund könnte eine Besonderheit des Reglements sein. Laut Zeitungsbericht hat der Club mit der Meldung des Tschechen versucht, für einen Spieler aus dem Reserveteam eine doppelte Spielberechtigung zu erreichen - regulär in der zweiten Mannschaft und als Ersatzmann in der ersten Auswahl. Sollte sich der Vorwurf bestätigen, droht Neurönnebecks Reserveteam der Zwangsabstieg aus der Bezirksliga. Darüber muss laut DTTB nun der Landesverband entscheiden.

dpa

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