Top-Biathlet Rösch wechselt die Nation

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Michael Rösch (Archivfoto)

Altenberg - Michael Rösch hält auch nach seinem Sieg bei den deutschen Meisterschaften in Altenberg am geplanten Nationenwechsel fest. Evi Sachenbacher-Stehle will derweil den Sprung ins deutsche Weltcupteam schaffen.

Staffel-Olympiasieger Michael Rösch hat seinen Verbleib ausgeschlossen, Neu-Biathletin Evi Sachenbacher-Stehle will den Sprung in die deutsche Weltcup-Mannschaft hingegen unbedingt schaffen. „Ich bin so froh, dass ich den Wechsel gewagt habe, es war die absolut richtige Entscheidung“, sagte die zweimalige Langlauf-Olympiasiegerin: „Ich wurde super aufgenommen. Mein Traum bleibt es, 2014 bei Olympia in Sotschi im Biathlon anzutreten.“

Dabei scheint die 31-Jährige aus Reit im Winkl auf einem durchaus guten Weg. Gleich in ihrem ersten Rennen am Freitag hatte sie bei den deutschen Meisterschaften in Altenberg an der Seite von Michael Greis und Florian Graf für Bayern den Titel in der Mixedstaffel gewonnen. „Ich war total nervös, weil ich bis dahin nur meine Trainingsergebnisse hatte“, sagte Sachenbacher-Stehle, die einen Tag später nach drei Schießfehlern („Da muss ich weiter viel an mir arbeiten“) in ihrem ersten Sprint auf dem achten Rang landete.

Den Sieg vor heimischem Publikum sicherte sich nach 7,5 km Staffel-Weltmeisterin Tina Bachmann (Schmiedeberg/1 Fehler) vor Carolin Hennecke (Willingen/1) und der fehlerfreien Doppel-Olympiasiegerin Andrea Henkel (Großbreitenbach). „Es werden sicher noch Rückschläge kommen, aber der Anfang ist gemacht. Darüber freue ich mich sehr“, sagte Sachenbacher-Stehle, die eine Rückkehr zum Langlauf nicht ausgeschlossen hat. In der Verfolgung landete die ehemalige Weltmeisterin auf dem sechsten Platz. Auch über die 12,5 km siegte Bachmann souverän vor Henkel und Nadine Horchler (Willingen).

Im Sprint der Männer gab es für den Altenberger Rösch ebenfalls einen Heimsieg, doch auch der kann den 29-Jährigen nicht mehr von einem Abschied aus Deutschland abhalten. „Ich habe einmal meinen Weg gewählt, jetzt werde ich den auch gehen. Da gibt es für mich kein Zurück mehr“, sagte der 29-Jährige dem Internetportal biathlon-online.de und bekräftige seinen Nationenwechsel vor Beginn des Weltcup-Winters Ende November im schwedischen Östersund.

Rösch, der mit einem Wechsel nach Belgien liebäugelt und nur noch Formalitäten klären muss, siegte über 10 km auf Skirollern nach zwei fehlerfreien Schießen mit 4,1 Sekunden Vorsprung vor Ex-Weltmeister Arnd Peiffer (Clausthal-Zellerfeld/1) und Benedikt Doll (Breitnau/2). Einen Tag später sicherte sich Rösch hinter dem überlegenen Peiffer außerdem den zweiten Platz in der Verfolgung. Über 12,5 km landete Erik Lesser (Frankenhain) auf Rang drei.

Den Kopf hatte der Heißsporn dabei nach eigenem Bekunden endlich wieder frei. „Die letzten beiden Wochen waren wirklich nervenaufreibend“, sagte der Sachse: „Als dann endlich alles raus war, war ein großer Batzen Stress einfach weg.“ Rösch habe viele Rückmeldungen bekommen - die meisten waren positiv: „Das gab mir noch mal Auftrieb.“

sid

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