"Gibt keinen neuen Skandal"

Bach bekräftigt Aussagen zum BRD-Doping

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DOSB-Präsident Thomas Bach

Moskau- Thomas Bach hat seine Aussagen zum Thema Doping in Westdeutschland am Dienstag in Moskau in einem InterviewAFP noch einmal bekräftigt.

„Manche Leute haben versucht, es zu einem Skandal machen, und dies hielt drei oder vier Tage an“, sagte der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). „Doch nachdem die Studie im Internet stand, war klar, es gibt keinen neuen Skandal. Es gibt nicht viel Neues im Vergleich zu dem, was bereits bekannt war“, sagte Bach (59), der am 10. September bei der Präsidentschaftswahl im Internationalen Olympischen Komitee (IOC) als aussichtsreichster Kandidat auf die Nachfolge von Jacques Rogge gilt.

Die größten Doping-Skandale der Sportgeschichte

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Bach, Fecht-Olympiasieger 1976 in Montreal, betonte auch, zu seiner aktiven Zeit habe es nie Berührung mit Doping gehabt: „Du hast Dinge gehört, in Zeitungen gelesen, dass etwas los sein soll in verschiedenen Sportarten. Doch während meiner Karriere wurden mir nie Dopingmittel angeboten.“

Bach hatte in der vergangenen Woche in einem vom DOSB veröffentlichten Interview gesagt, er habe bereits 1981 mit der Sprechergruppe der Athleten beim Olympischen Kongress in Baden-Baden eine lebenslange Sperre für Doper gefordert.

Diese Null-Toleranz Politik habe seine Tätigkeit im Sport seitdem wie ein roter Faden durchzogen: „Sei es in der Athleten-Kommission des IOC, sei es bei meiner Tätigkeit für adidas, wo ich erstmals eine Anti-Doping Klausel in Verträgen mit Athleten eingeführt und gerichtlich durchgesetzt habe, sei es später in der Juristischen Kommission des IOC als Mitautor des ersten weltweit gültigen Anti-Doping-Kodex, sei es als Vorsitzender zahlreicher IOC Anti-Doping Disziplinar-Kommissionen mit harten Strafen nicht nur gegen Athleten, sondern auch gegen Hintermänner und sogar gegen involvierte Sportorganisationen, sei es als Präsident des DOSB mit einem unmittelbar nach seiner Gründung beschlossenen Zehn-Punkte Aktionsplan gegen Doping bis hin zur Initiative der Erstellung der Studie “Doping in Deutschland'.„

SID

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