Ski-Weltcup in Kvitfjell

Theaux siegt, Svindal greift nach Abfahrtskugel

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Adrien Theaux

Kvitfjell - Adrien Theaux hat die alpine Weltcup-Abfahrt in Kvitfjell gewonnen. Auf der wegen starken Windes verkürzten Olympia-Strecke von 1994 war der Franzose am schnellsten.

Aksel Lund Svindal wirkte so zufrieden wie ein Sieger. Gewonnen hatte der 30 Jahre alte Norweger die Weltcup-Abfahrt auf seiner Hausstrecke in Kvitfjell zwar nicht, aber der Weltmeister war mit Rang zwei hinter Adrien Theaux aus Frankreich mehr als zufrieden. „Einen Podestplatz nehme ich gerne“, sagte Svindal, zumal unter den Bedingungen: Über die Olympia-Strecke von 1994 blies der Wind so stark und launisch, dass das vorletzte Rennen in der Königsdisziplin zu einer Lotterie wurde. Dabei belegte Josef Ferstl (Hammer) Rang 30.

„Ich war möglicherweise schon glücklich, was den Wind betrifft“, sagte Theaux nach seinem zweiten Weltcup-Sieg. Svindal empfand das nicht anders: 0,19 Sekunden lag er hinter dem Sieger, freilich auch 0,31 Sekunden vor dem drittplatzierten Klaus Kröll aus Österreich - ein Unterschied von 20 Weltcup-Punkten. Svindal hat damit vor dem letzten Rennen beim Saisonfinale in eineinhalb Wochen im Schweizer Lenzerheide einen Vorsprung von 58 Punkten im Abfahrtsweltcup - vor Titelverteidiger Kröll.

„Die Slalomkugel gewinne ich nie, mir fehlt also nur noch die Abfahrtskugel“, sagte der Norweger. Im Gesamtweltcup rückte er auf 129 Punkte an Marcel Hirscher aus Österreich heran, vor allem aber hat Svindal mit 439 Punkten die beste Ausgangsposition zum Gewinn der kleinen Kristallkugel in der Abfahrt. Sollte er patzen, fahren neben Kröll (381) aber auch noch die Südtiroler Dominik Paris (378) und Christof Innerhofer (370) um den Gesamtsieg mit.

„Es geht sicher noch was, aber für Aksel schaut es schon sehr gut aus. Mit 58 Punkten Vorsprung zum Finale zu fahren, ist schon was“, sagte Kröll, der mit dem Rennen ansonsten so seine Probleme hatte: „Der Wind hat heute entschieden. Gefährlich war es nicht, nur unfair. Das sind Rennen, die wir nicht sehen wollen.“ Wegen das Windes war der Start am Olympiabakken nach unten verlegt worden. Darüber hinaus hatten die Veranstalter vor Beginn des Rennens das Transparent über dem Ziel entfernt.

Josef Ferstl konnte seinen überraschenden neunten Rang bei der Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen eine Woche zuvor nicht bestätigen. Er erhielt für Rang 30 aber immerhin noch einen Weltcuppunkt. Stephan Keppler (Ebingen) ging wegen einer Verletzung nicht an den Start.

sid

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