Monte Carlo

Tennis: Nadal zu stark für Kohlschreiber

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Ließ Philipp Kohlschreiber in Monte Carlo keine Chancre: Rafael Nadal.

Monte Carlo - Der Tennisfürst von Monte Carlo war eine Nummer zu groß für Philipp Kohlschreiber: Im Achtelfinale des Sandplatz-Masters an der Cote d'Azur hat der Davis-Cup-Spieler aus Augsburg gegen Rafael Nadal eine glatte Niederlage kassiert.

Nach 80 Minuten setzte sich der spanische Titelverteidiger mit 6:2, 6:4 durch und steuert damit seinem neunten Turniersieg in Serie im Fürstentum Monaco entgegen. Ausgeschieden sind dagegen drei Mitfavoriten. Besonders US-Open-Champion Andy Murray enttäuschte bei seiner 1:6, 2:6-Pleite gegen Stanislas Wawrinka.

Im Viertelfinale trifft Nadal auf den Bulgaren Grigor Dimitrow, der ebenfalls mit 6:2, 6:4 gegen einen schwach spielenden Florian Mayer (Bayreuth) gewann. Damit ist wie schon 2011 und 2012 kein Deutscher in der Runde der letzten Acht vertreten.

„Rafael ist topfit und unglaublich dominant. Gegen sein Top-Spin-Spiel zu bestehen, ist immens schwierig. Ich musste immer voll durchziehen, so passieren natürlich Fehler“, sagte Kohlschreiber, für den es im zehnten Duell die neunte Niederlage gegen Nadal war. Der Weltranglisten-30. Mayer meinte nach der Pleite gegen den vier Plätze schlechter geführten Dimitrow: „Das Match ist mir irgendwie weggerutscht. Nach den beiden schweren ersten Runden war ich nicht frisch genug.“

Nadal ist derweil beim zweitwichtigsten Sandplatz-Turnier der Welt nach den French Open seit nunmehr zehn Jahren unbesiegt. Im Monte Carlo Country Club im französischen Roquebrune-Cap-Martin knapp außerhalb des monegassischen Staatsgebiets unterlag er zuletzt am 17. April 2003 als Qualifikant im Achtelfinale dem Argentinier Guillermo Coria. 2004 pausierte Nadal verletzt, ehe 2005 sein mittlerweile historischer Erfolgszug begann.

Der Sieg über Kohlschreiber war der 44. in Serie im Fürstentum. Acht Triumphe bei einem einzigen ATP-Turnier hat nur der 26-Jährige Mallorquiner erreicht, der im Juni nun auch zum achten Mal die French Open gewinnen will. Er wäre der erste Spieler, dem dies bei einem Grand-Slam-Turnier der Open-Era gelänge.

Olympiasieger Murray war gegen Wawrinka völlig chancenlos und ärgerte sich später über seine Fehlerquote. „24 unerzwungene Fehler sind zu viel. Da habe ich die Hälfte aller Punkte abgegeben“, sagte der Schotte, nachdem er seine dritte Saisonniederlage kassiert hatte.

Ebenfalls überraschend ausgeschieden sind Tomas Berdych (Tschechien) und Juan Martin del Potro (Argentinien). Der Weltranglistensechste Berdych unterlag dem Italiener Fabio Fognini 2:6, 4:6. Del Potro, Nummer sieben im Ranking, scheiterte nach 2:37 Stunden am Finnen Jarkko Nieminen 4:6, 6:4, 6:7 (4:7). Novak Djokovic kämpfte sich dagegen ins Viertelfinale. Der Australian-Open-Sieger setzte sich gegen Juan Monaco (Argentinien) 4:6, 6:2, 6:2 durch.

SID

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