Annika Beck gewinnt Juniorinnen-Turnier

Paris - Ausrufezeichen beim deutschen Tennisnachwuchs: Die 18-jährige Annika Beck hat bei den French Open als erste deutsche Tennisspielerin seit 2003 das Juniorinnen-Turnier gewonnen.

Die an Nummer zwei gesetzte 165. der Weltrangliste aus Bonn bezwang im Finale am Sonntag die Slowakin Anna Schmiedlova 3:6, 7:5, 6:3. “Das war mein letztes Juniorinnen-Turnier. Jetzt konzentriere ich mich auf die WTA-Tour“, sagte Beck. “Am liebsten würde ich am Ende des Jahres in den Top-100 stehen.“ Ihr nächstes großes Ziel ist nun die Qualifikation für das Rasen-Grand-Slam-Turnier von Wimbledon.

“Tolle Leistung! Das ist ein sehr gutes Zeichen von unserem Nachwuchs“, sagte Barbara Rittner. Die Bundestrainerin charakterisierte die Einser-Abiturientin mit der starken Beinarbeit als “zielstrebig, diszipliniert, fleißig und ehrgeizig“. Zuletzt hatte die Nordhornerin Anna-Lena Grönefeld vor neun Jahren als 17-Jährige am Bois de Boulogne bei den Juniorinnen triumphiert.

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Beck gehört zum Quartett des neuen deutschen Porsche-Talentteams - ebenso wie die 15-jährige Düsseldorferin Antonia Lottner, die im Juniorinnen-Halbfinale an Schmiedlova gescheitert war. Die 20 Jahre alte Dinah Pfizenmaier aus Bochum, auch Mitglied des Teams, hatte sich bei ihrem Debüt im Grand-Slam-Hauptfeld in der zweiten Runde Australian-Open-Siegerin Victoria Asarenka geschlagen geben müssen.

Beck war in der ersten Qualifikationsrunde des Damenfelds nach einem ausgelassenen Matchball ausgeschieden. Nun freute sie sich über ihr “Happy End“ bei den Juniorinnen und wollte ihren Erfolg mit einer Stippvisite zum Eiffelturm und auf die Champs-Élysées feiern. Beck, die Tochter eines Chemie-Professoren-Ehepaares, und Lottner trainieren in der Tennis-Akademie des russischen Weltklasse-Spielers Nikolai Dawidenko in Kerpen nahe Köln. Ihr Coach ist Robert Orlik.

dpa

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