Tennis: Waske beendet seine Karriere

Wien - Der langjährige Davis-Cup-Spieler Alexander Waske hat seine Tennis-Karriere nach zwölf Jahren beendet. „Ich erkläre hiermit offiziell meinen Rücktritt“, sagte der 37-Jährige.

„Es war eine lange Reise, und ich bin dankbar und glücklich, dass ich selbst über das Ende entscheiden konnte.“ Sein letztes Match verlor Waske beim Turnier in Wien an der Seite des Serben Janko Tipsarevic im Doppel-Viertelfinale gegen die Österreicher Jürgen Melzer und Alexander Peya.

Waske hatte seine Profikarriere mit 25 Jahren relativ spät begonnen, zuvor jahrelang in den USA studiert und College-Tennis gespielt. „Ohne meine Erfahrungen in jener Zeit, ohne meine damaligen Coaches wäre ich niemals so gut geworden“, sagte der Frankfurter im Gespräch mit dem SID: „Diese Zeit hat mich geprägt, für mich war das genau der richtige Weg.“

Sein Debüt im Davis Cup gab Alexander Waske 2004 in Alsdorf, als Deutschland in der Euro-Afrika-Zone gegen Israel antreten musste und sich am Ende mit 5:0 durchsetzte. An der Seite eines angeschlagenen Tommy Haas zeigte Waske im Doppel gegen die damalige Weltklasse-Paarung Jonathan Erlich und Andy Ram seine großen kämpferischen Qualitäten, die ihn fortan zu einem festen Bestandteil des Teams werden ließen.

„Davis Cup war für mich immer das Größte“, sagte Waske dem SID: „Das Bewusstsein, für Deutschland anzutreten, Teil einer Mannschaft zu sein, das hat mich immer noch zwei-, dreimal mehr motiviert als jedes Einzel.“ Er sei nie „der Künstler mit dem Händchen“ gewesen, aber das habe er mit „meiner Einstellung und meinem kämpferischen Einsatz“ immer wettgemacht.

Im Davis-Cup-Halbfinale 2007 in Moskau gegen Russland spielte Waske trotz einer schweren Ellbogenverletzung und musste deshalb anschließend mehr als vier Jahre pausieren. „Niemand hat mehr daran geglaubt, dass ich nochmal zurückkomme“, sagte er nach seinem Rücktritt: „Aber ich wollte einfach selber entscheiden, wann es vorbei ist. Dass mir das jetzt gelungen ist, erfüllt mich mit Stolz und großer Freude.“

Künftig wird sich Waske verstärkt der „Schüttler Waske Tennis-University“ auf der Offenbacher Rosenhöhe widmen, die er 2010 gemeinsam mit seinem langjährigen Wegbegleiter Rainer Schüttler gegründet hatte. Dort halten sich unter anderem Angelique Keber und Andrea Petkovis zwischen den Turnieren fit.

SID

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