Halbe Norm für Stechert bei Comeback

Svindal feiert Super-G-Sieg

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Aksel Lund Svindal jubelt

Lake Louise - Tobias Stechert feierte mit Rang elf in Lake Louise ein gelungenes Weltcup-Comeback und erfüllte die halbe Olympia-Norm. Aksel Lund Svindal gewann den Super-G.

Beim Abschwingen nach seinem gelungenen Weltcup-Comeback ballte Tobias Stechert zufrieden die Faust. Ein Jahr nach seiner Knie-Verletzung bejubelte der Oberstdorfer Skirennfahrer als Abfahrts-Elfter am Samstag nicht nur sein zweitbestes Resultat, sondern auch die halbe Qualifikationsnorm für die Olympischen Winterspiele. Mit hoher Startnummer verzichtete Stechert dann am Sonntag im Super-G auf einen Start. Hier war der norwegische Abfahrts-Weltmeister Aksel Lund Svindal zu stark für die Konkurrenz. Die Schussfahrt am Vortag gewann der Italiener Dominik Paris.

Nach den vielen Verletzungen in der vergangenen WM-Saison, als die Mannschaft der deutschen Abfahrer kleiner und kleiner wurde, tat der elfte Platz von Stechert dem Team mit insgesamt drei Comebacklern gut. „Das war ein gutes Comeback“, bescheinigte Alpindirektor Wolfgang Maier. „Mit dem Ergebnis und dem Auftakt kann man schon zufrieden sein.“ Die anderen Männer hatten es mit zum Teil hohen Startnummern schwer, am besten schlug sich noch Josef Ferstl als 27. im Super-G.

Ferstl und Stechert, der das beste deutsche Männer-Ergebnis in dieser Saison verbuchte, dürfen Selbstvertrauen zu den Rennen am kommenden Wochenende in Beaver Creek mitnehmen. Dort war Stechert nach seinem fünften Platz von Lake Louise im Vorjahr seinerzeit auch gut unterwegs, ehe er mit Schmerzen abbrechen musste und eine ärgerliche Verletzung seinen Höhenflug im WM-Winter jäh beendete. Die Diagnose: Knorpelabsplitterung im Knie, Meniskus und Fibulakopf gequetscht. Bei der WM in Schladming wagte Stechert einen Versuch, bekam aber im Super-G einen Schlag auf das malträtierte Gelenk. Platz 24 - und wieder Pause.

Maier war mit Stechert auf jeden Fall zufrieden - und auch mit dem Auftritt von Andreas Sander. Der 24-jährige landete bei seinem Comeback nach Kreuzbandriss im Feld der 63 gewerteten Fahrer auf Rang 59. „Ich bin happy, dass er wieder dabei ist“, meinte Maier. „In dem Fall muss man den Leuten auf jeden Fall wieder etwas Luft lassen. Der wird von Rennen zu Rennen wieder sicherer werden.“ Andreas Strodl kehrte nach drei Jahren Verletzungspause in den Weltcup zurück.

Wie viele Gelegenheiten Stephan Keppler noch bekommen wird, ist dagegen fraglich. Der Ebinger musste seine Vorbereitung alleine stemmen und will sich über gute Leistungen in den Rennen wieder beim Deutschen Skiverband empfehlen. In Lake Louise klappte das nicht - Platz 49 in der Abfahrt und nur 57 im Super-G. „Puh kein guter Start in die Saison. Die Piste und Sichtverhältnisse waren so schlecht mit den hohen Nummern, dass wir einfach keine Chance mehr hatten“, erklärte der in den vergangenen Jahren beste deutsche Speedfahrer am Samstag. Zumindest den Start in der Abfahrt von Beaver Creek kommende Woche hat ihm Maier aber zugesagt.

Svindal und Paris fuhren die ersten Siege in den Auftakt-Speedrennen ein, dagegen gestaltet sich die Weltcup-Rückkehr von US-Skistar Bode Miller nach anderthalb Jahren Pause mühsam. Dem 19. Rang beim Riesenslalom in Sölden folgten in Lake Louise die Plätze 16 (Abfahrt) und 23 (Super-G).

dpa

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