Das Stöhnfinale von Stuttgart ist perfekt

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Maria Scharapowa ballt die Faust

Stuttgart - Die beiden derzeit besten - und wahrscheinlich auch lautesten - Tennisspielerinnen der Welt haben sich beim Turnier in Stuttgart durchgesetzt. Das Stöhnfinale ist perfekt.

Victoria Asarenka und Maria Scharapowa haben beim Tennis-Turnier in Stuttgart das Traumfinale perfekt gemacht. Die Weltranglisten-Erste Asarenka setzte sich am Samstag gegen die Polin Agnieszka Radwanska klar mit 6:1, 6:3 durch und feierte in ihrem 30. Spiel des Jahres den 29. Sieg. Scharapowa, Nummer zwei der Welt, besiegte die Tschechin Petra Kvitova nach hartem Kampf mit 6:4, 7:6 (7:3).

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Damit kommt es an diesem Sonntag (18.30 Uhr/Eurosport) im Endspiel der mit 740 000 Dollar dotierten Sandplatz-Veranstaltung zu einer Neuauflage des Finales bei den Australian Open. In Melbourne hatte sich Ende Januar Asarenka deutlich in zwei Sätzen durchgesetzt. Auch im Endspiel von Indian Wells behielt die Weißrussin im März die Oberhand. Die Siegerin von Stuttgart bekommt 115 000 Dollar und einen Porsche.

Erstmals seit Wimbledon 2009 hatten sich in Asarenka, Scharapowa, Kvitova (3.) und Radwanska (4.) die Top Vier der Rangliste für das Halbfinale qualifiziert. “Das ist toll für das Damen-Tennis“, sagte Asarenka.

Im Doppel schafften die beiden Fed-Cup-Spielerinnen Julia Görges und Anna-Lena Grönefeld den Einzug ins Finale. Das norddeutsche Duo setzte sich im Halbfinale gegen die Tschechin Kveta Peschke und Katarina Srebotnik aus Slowenien mit 6:4, 6:2 durch.

Asarenka, die am Freitag die deutsche Senkrechtstarterin Mona Barthel in drei Sätzen niedergerungen hatte, zeigte gegen Radwanska eine ganz souveräne Vorstellung. Bereits nach 24 Minuten entschied die Australian-Open-Siegerin den ersten Satz mit 6:1 für sich. Auch im zweiten Durchgang war die 22-Jährige die dominantere Spielerin, auch weil Radwanska mit Rückenproblemen zu kämpfen hatte. Zum 4:2 gelang Asarenka das entscheidende Break, nach 1:17 Stunden verwandelte sie ihren zweiten Matchball.

Weitaus mehr Mühe hatte Scharapowa. Gegen Kvitova, die erst in der Nacht zum Samstag in Angelique Kerber im Viertelfinale die letzte Deutsche ausgeschaltet hatte, musste die Russin vor allem im zweiten Satz zittern. Kvitova nutzte ihre Chancen aber nicht. Von elf Breakbällen konnte die Wimbledonsiegerin nur einen nutzen, als sie der Nummer zwei der Welt zum 6:6 das Service abnahm und sich in den Tie Break rettete. Dort verwandelte Scharapowa aber nach 1:59 Stunden ihren zweiten Matchball.

dpa

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