Steffen über Abreise: „Wollte niemandem zur Last fallen“

+
Vorzeitig von der Schwimm-WM abgereist: Britta Steffen.

Shanghai - Britta Steffen hat sich erstmals über den Grund ihrer vorzeitigen Abreise von der Schwimm-WM in Shanghai geäußert. Dabei tritt sie auch der Kritik von Franziska van Almsick entgegen.

“Mein Umfeld hielt es für die beste Lösung. Sich die 100 und 50 Meter Freistil von der Tribüne aus anzusehen, wäre unerträglich gewesen“, sagte die Doppel-Olympiasiegerin der “Bild am Sonntag“ in einem Interview. Nach dem enttäuschenden Vorlauf sei ihr Trainer Norbert Warnatzsch auf sie zugekommen, und habe vorgeschlagen, die WM abzubrechen. “Die beste Lösung ist, dich in den Flieger zu setzen und nach Hause zu fahren“, gibt Steffen Warnatzschs Aussage wieder. Der Vorschlag ihres Trainers sei mit Bundestrainer Dirk Lange und Leistungssportdirektor Lutz Buschkow abgestimmt worden. “Das war eine den Umständen entsprechend gute Atmosphäre, und ich bin dem Verband dankbar, dass er meine Abreise akzeptiert hat“, sagte Steffen. Ein Karriereende ist für die Sportlerin des Jahres 2008 kein Thema: “Ich brenne noch für diesen Sport und die damit verbundenen Ziele.“

WM, Titel und Skandale: Das Sport-Jahr im Rückblick

WM, Titel und Skandale: Das Sport-Jahr im Rückblick

Sie habe in Shanghai “niemandem zur Last fallen und runterziehen“ wollen, entgegnete Steffen auf die Frage, ob sie das Gefühl habe, das Team im Stich gelassen zu haben. Freund Paul Biedermann habe sich in bei der WM “sehr ritterlich verhalten. Das werde ich ihm nie vergessen.“ Er hatte sie auch gegen Kritik verteidigt.

Franziska van Almsicks Kritik (“Manchmal muss man eben auch die Arschbacken zusammenkneifen.“) an dem Verzicht auf die abschließende Lagen-Staffel entgegnete Steffen: “Das ist ihre Meinung. Wenn sie das so sieht, ist das in Ordnung.“

dpa

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare