Gauck eröffnet Special Olympics in München

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Bundespräsident Joachim Gauck eröffnet zusammen mit seiner Lebensgefährtin Daniela Schadt am Montag in München die Special Olympics 2012.

München - Die Special Olympics für geistigbehinderte Menschen haben in München begonnen. Staatsoberhaupt Joachim Gauck lobte den Sport für seine integrative Kraft.

Bundespräsident Joachim Gauck hat zum Start der Special Olympics in München für eine bessere Integration von behinderten Menschen geworben. “Vieles, was wir unter Inklusion verstehen, ist schon Wirklichkeit - gerade im Sport. Vieles aber ist erst noch ein Versprechen“, sagte der 72-Jährige auf der Eröffnungsfeier am Montag in der voll besetzten Olympiahalle.

Der Sport sei ein guter Weg, um das öffentliche Bewusstsein dafür zu wecken, betonte das Staatsoberhaupt, ehe am Ende der Veranstaltung die Flamme der Special Olympics in die Halle getragen wurde.

An diesem Dienstag starten im Olympiapark und acht weiteren Sportstätten in München die Wettkämpfe der nationalen Special Olympics. In 19 Einzel- und Mannschaftssportarten, darunter Fußball, Basketball oder Badminton, kämpfen bis Freitag rund 5000 Athleten mit geistigen Behinderungen um die begehrten Medaillen.

Spalier für das Staatsoberhaupt

Vor der Eröffnungsfeier am Montag hatten einige Athleten den Bundespräsidenten im Alten Rathaus empfangen - mit Tennisschlägern, Fußbällen und anderen Sportgeräten in der Hand bildeten sie einen Gang für das Staatsoberhaupt. Gauck lobte das ehrenamtliche Engagement vieler Deutschen und die Arbeit in Sportvereinen. “Wir können alle voneinander etwas abgucken, wir können alle von Verschiedenheit profitieren“, sagte der Schirmherr der diesjährigen nationalen Special Olympics.

Auch der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) und Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) nahmen an dem Festakt teil. “Sport baut Brücken, Sport verbindet“, sagte Seehofer. Ude betonte, es gehe auch darum, Unsicherheiten bei den Menschen ohne Behinderung zu überwinden. “Die Austragung der Spiele soll auch ein Tür- und Augenöffner sein für die Bedürfnisse und Wünsche von Menschen mit geistiger Behinderung.“

dpa

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