Sprint: Deutsche Biathleten gehen leer aus

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Als Bester des Quintetts belegte Andreas Birnbacher aus Schleching nur Platz 16.

Ruhpolding - Deutschlands Biathleten haben bei der Weltmeisterschaft in Ruhpolding Medaillen im Sprint klar verpasst. Ins Verfolgungsrennen gehen die Starter deshalb mit großen Zeitrückständen.

Als bester DSV-Skijäger landete der mit großen Sieghoffnungen gestartete Andreas Birnbacher über die 7,5 km nur auf Platz 16. Nach zwei Schießfehlern hatte der 30-Jährige aus Schleching 1:12,8 Minuten Rückstand auf den neuen Weltmeister Martin Fourcade (24:18,6 Minuten/2 Schießfehler) aus Frankreich. Den zweiten Platz hinter dem Führenden im Gesamtweltcup sicherte sich der Norweger Emil Hegle Svendsen (+15,1 Sekunden/2) vor dem Schweden Carl Johan Bergman (+17,7/0).

„Ich hatte nicht meinen besten Tag. Es war sehr schwer zu laufen und ich hatte nicht den besten Ski. Das muss man jetzt analysieren“, sagte Birnbacher: „Vor dem zweiten Schießen war ich einfach richtig platt von der Strecke. Beim Stehendschießen war ich sehr enttäuscht von mir.“

„Ich habe das voll mir zuzuschreiben"

Titelverteidiger Arnd Peiffer (Clauthal-Zellerfeld/+1:45:0 Minuten) hatte mit dem Ausgang des Rennens von Anfang an nichts zu tun und musste sich nach drei Fehlern am Schießstand mit dem 37. Rang zufrieden geben. Damit sind auch die Aussichten für das Verfolgsungsrennen am Sonntag (13.15 Uhr/ZDF und Eurosport) mehr als dürftig, denn Peiffer erzielte das schlechteste Ergebnis der fünf deutschen Starter.

„Es war einfach kein gutes Rennen, ich habe eine ordentliche Packung bekommen. Das ist extrem ärgerlich, wenn das bei der WM passiert“, sagte Peiffer: „Ich habe das voll mir zuzuschreiben. Ich war im Stehendschießen einfach unkonzentriert und hatte beim Laufen keine Chance. Ich habe so geschwitzt wie schon lange nicht mehr.“

Während auch der zweite deutsche Mitfavorit bei frühlingshaften Temperaturen vor 28.000 Zuschauern in der Chiemgau Arena patzte, konnten immerhin Youngster Simon Schempp (Uhingen/+1:13,5/2) auf Rang 18 und Routinier Michael Greis (Nesselwang/+1:28,8/3) als 24. annähernd ihr Leistungsvermögen abrufen. Florian Graf (Eppenschlag/+1:43,6/2) schaffte es bei seinem WM-Debüt nur auf Rang 34.

dpa/SID

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