"Spiegel" berichtet über Schmerzmittel

Weltmeister Oen nahm vor seinem Tod Medikamente

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ARCHIV - Alexander Dale Oen bei den FINA-Schwimm-Weltmeisterschaften am 25.07.2011 in Shanghai.

Berlin - Norwegens Schwimm-Weltmeister Alexander Dale Oen hat laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" vor seinem Tod eine große Anzahl verschiedener Schmerzmittel eingenommen.

Bei der toxikologischen Blut-Analyse wurden in einem Labor in Indianapolis Spuren von 13 Schmerzmitteln gefunden. Der 26 Jahre alte Brustspezialist war am 30. April im Trainingslager im amerikanischen Flagstaff an einem Herzinfarkt gestorben, der durch eine verstopfte Arterie verursacht worden war.

Dale Oen hatte im Winter über starke Nacken- und Schulterschmerzen geklagt. Deshalb suchte er verschiedene Spezialisten auf. Laut dem vorliegenden Autopsiebericht waren alle Koronararterien, die den Herzmuskel mit Blut versorgen, hochgradig verkalkt. Zusätzlich habe es Anzeichen einer veränderten Herzmuskulatur in Verbindung mit früheren kleineren Herzinfarkten bei dem Olympia-Zweiten über 100 Meter Brust gegeben.

Vergangenes Jahr hatte Dale Oen in Shanghai den ersten Titel Norwegens bei einer Schwimm-WM geholt. Drei Tage nach der Ermordung von 77 Menschen durch den Rechtsradikalen Anders Behring Breivik nahm er die Goldmedaille mit Tränen in den Augen entgegen. Zuvor war er mit Fragen über die Tragödie bestürmt worden und hatte trotzdem das Rennen gewonnen.

dpa

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