Snowboard:

Kober verpasst Weltcup-Kugel knapp

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Amelie Kober

Moskau - Wegen einer Hundertstelsekunde hat Snowboarderin Amelie Kober beim letzten Parallel-Slalom der Saison die Weltcup-Kugel verpasst.

Beim Rennen auf einer Stahlrohrrampe in Moskau war die zweifache WM-Dritte im Viertelfinale an Aleksandra Krol (Polen) gescheitert. Am Ende erreichte sie Rang sechs, einen Platz hinter Patrizia Kummer (Schweiz), die sich dadurch mit 90 Punkten Vorsprung die kleine Slalom-Kristallkugel sicherte.

Ausschlaggebend für die Platzierungen von Kummer und Kober und damit den Gewinn des Weltcups waren die Zeiten in der Qualifikation - Kummer war dabei eine Hundertstelsekunde schneller als die 25 Jahre alte Bundespolizistin vom SC Miesbach. Kober verfiel jedoch nicht in große Trauer. „Patrizia war in der Quali eben das Quäntchen schneller und hat sich damit den Titel verdient.“ Den letzten „PSL“ der Saison gewann Caroline Calve (Kanada).

Die beste Platzierung der deutschen Snowboarder in Moskau erreichte Selina Jörg aus Sonthofen mit Rang vier. Nach ihrer Halbfinal-Niederlage gegen Krol verlor sie das kleine Finale gegen die Jekaterina Tudegeschewa aus Russland. Isabella Laböck aus Klingenthal, seit Januar Weltmeisterin im Parallel-Riesenslalom, war im Achtelfinale an Calve gescheitert und belegte am Ende Rang zwölf.

Bei den Männern gewann der Russe Stanislaw Detkow. Bester Deutscher war Daniel Weis (Muggendorf), der sich im Viertelfinale dem späteren Sieger Detkow geschlagen geben musste und Achter wurde. Die Weltcup-Kugel im Parallel-Slalom holte sich der Südtiroler Roland Fischnaller.

SID

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