Einbeiniges Kunststück

Skisprungwelt verneigt sich vor "Surfer" Fettner

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Manuel Fettner sicherte diese Landung über die Sturzlinie und rettete damit dem österreichischem Team die Goldmedaille.

Val di Fiemme - Österreichs Cheftrainer Alexander Pointner zog spontan seine Kappe, Bundestrainer Werner Schuster applaudierte anerkennend und die Konkurrenten staunten bewundernd - was war passiert?

Österreichs Cheftrainer Alexander Pointner zog spontan seine Kappe, Bundestrainer Werner Schuster applaudierte anerkennend und die Konkurrenten staunten bewundernd. Mit seiner artistischen Landeausfahrt auf einem Ski hat Manuel Fettner Österreich das WM-Gold im Teamwettbewerb gesichert und die Skisprung-Welt in Erstaunen versetzt. „Ich weiß nicht, ob ihm das noch einmal in seinem Leben gelingt“, sagte DSV-Schlussspringer Richard Freitag.

Nach einem Flug auf 128 Meter war Fettner die Bindung des rechten Skis aufgegangen. Doch der 27-Jährige hielt die Balance und „surfte“ auf einem Ski über die Sturzlinie. „In neun von zehn Fällen gelingt das nicht“, räumte Fettner ein. Er sprach aus eigener Erfahrung: Beim Finale der Vierschanzentournee in Bischofshofen war ihm Anfang Januar das gleiche Missgeschick widerfahren, damals landete er im Schnee.

„Es war Instinkt, Glück, Zufall“, meinte Fettner bescheiden. Als begeisterter Freeskier bringt er jedoch die nötigen skifahrerischen Fähigkeiten mit. „Wenn man das so hinkriegt, über die Sturzlinie zu kommen, hat man Gold verdient“, lobte Severin Freund. Und Schuster stellte lächelnd fest: „Er hat lange warten müssen. Heute ist er berühmt geworden.“

dpa

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