Regel-Änderung sorgt für Widerstand

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Gregor Schlierenzauer versteht die Regeländerung nicht

Köln - Der Internationale Skiverband FIS hat die umstrittene Regeländerung für die kommende Skisprung-Saison verteidigt. Doch es regt sich Widerstand.

Mit einem Druck auf einen roten Knopf können Trainer künftig die Anlauflänge für ihren Athleten verkürzen. Dafür erhalten die Springer dieselben Bonuspunkte, die auch bei der Verkürzung des Anlaufs durch eine Jury-Entscheidung anfallen. „Die Trainer konnten bisher auch schon den Anlauf verkürzen, doch sie haben es nicht in Anspruch genommen, weil sie dafür nichts bekamen. Daher haben wir nun vom Reglement her nachgezogen“, sagte FIS-Renndirektor Walter Hofer dem Fachportal Skijumping.de.

Ein mögliches Taktieren erwartet der Österreicher nicht. Die zahlreichen Neuerungen der vergangenen Jahre hatten zuletzt für Kritik auch bei den Springern gesorgt. „Für mich ist es einfach zu kompliziert - nicht nur für den Zuschauer, sondern auch für den Athleten“, sagte Vierschanzentournee-Sieger Gregor Schlierenzauer bei laola1.at: „Die Jury tut sich extrem schwer, die richtige Anlauflänge zu finden. Dieses ewige Hin- und Herwechseln interessiert keinen mehr.“

sid

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