Ski-Star Pärson beendet Karriere

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Die Schwedin Anja Pärson beendet ihre Karriere.

Stockholm - Die schwedische Ski-Rennläuferin Anja Pärson wird ihre überaus erfolgreiche Laufbahn nach den letzten Weltcup-Rennen des Winters in dieser Woche in Schladming/Österreich beenden.

„Meine Karriere war fantastisch. Ich habe mehr erreicht, als ich mir jemals erträumte hatte“, wird Pärson in einer Stellungnahme auf der Internetseite des schwedischen Skiverbandes nach der „schwierigsten Entscheidung meines Lebens“ zitiert.

Die 30-Jährige ist eine lebende Legende ihres Sports. Mit 13 WM-Medaillen (7 Gold, 2 Silber, 4 Bronze) liegt sie in der ewigen Bestenliste auf Platz zwei hinter der großen Deutschen Christl Cranz (15). 2006 gewann sie Olympia-Gold im Slalom. Einmal Silber und viermal Bronze komplettierten ihren Medaillensatz bei Winterspielen. Pärson hat 42 Weltcup-Wettbewerbe gewonnen und ist eine von fünf Rennläuferinnen, die in allen Disziplinen siegten. 2004 und 2005 holte sie die große Kristallkugel für die Saisonbeste im Weltcup.

Pärsons Karriere wurde allerdings auch von schweren Stürzen und dauerhaften Knieproblemen überschattet. „All die spektakulären Crashs in den letzten Jahren und die Verletzungen haben verhindert, dass ich auf Top-Niveau fahren konnte“, sagte sie nun. Vor allem die Probleme mit ihrem linken Knie hätten sie zu der Überzeugung gebracht, dass sie ein Ende machen müsse. „Ich war immer ein Kämpfer, und der Beschluss fiel mir schwer. Aber nach einigem Nachdenken und vielen Selbstgesprächen weiß ich, dass es Zeit für neue Herausforderungen ist.“

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Pärson, die wie ihr großer Landsmann Ingemar Stenmark aus dem Wintersportort Tärnaby in Nordschweden stammt, lebt mittlerweile in Monaco. Neben der Heim-WM 2007 in re, wo sie dreimal Gold und je einmal Silber und Bronze gewann, bleibe ihr vor allem die Bronzemedaille in der Super-Kombination bei Olympia 2010 in bester Erinnerung, sagte sie. In Whistler habe sie „meine eigene mentale Grenze überwunden“, als sie nach einem Horror-Sturz in der Abfahrt im Slalom doch noch aufs „Stockerl“ fuhr.

Pärson will sich nach den letzten Starts erst einmal ein paar Wochen Auszeit gönnen. „Was ich aber sicher weiß, ist, dass ich meine politische Karriere in der FIS und der Athleten-Kommission ein Jahr fortsetzen werde“, sagte sie. Und auch danach wolle sie das, was sie gelernt habe, weitertragen. „Mein Herz wird immer diesem Sport gehören.“

SID

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